Stadt sucht Engagierte

Der Suchlauf für den neuen Integrationsrat hat begonnen. Die Bewerbungsfrist für Bürger, die ihr Wissen einbringen wollen, endet am 17. Februar.

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Der neue Integrationsrat wird, wie berichtet, nicht mehr gewählt, sondern bestimmt durch eine Kommission. Dem Gemeinderat werden diese Kandidaten vorgeschlagen- und dieser gibt dann sein Plazet. Es wird also, so Bürgermeister Robert Hahn, ein "reines Expertengremium" sein, das 14 Köpfe umfasst, ergänzt durch die sechs Mitglieder der Gemeinderatsfraktionen und Oberbürgermeisterin Barbara Bosch als Vorsitzende.

Hahn hofft, für den Integrationsrat nicht nur "Berufsmigranten" zu gewinnen, sondern einen Mix aus "alten Hasen und Häsinnen" und neuen Kräften, die ihre Kompetenzen - von der Sprachförderung über Flüchtlinge bis zum interkulturellen Dialog - einbringen. Am 30. Juni soll der Gemeinderat das Gremium ernennen, das sich im Juli konstituiert, um nach der Sommerpause die Arbeit aufzunehmen.

Mit einem Plakat ("Wo bleibt Ihr Fußabdruck"), das man an die Migrantenorganisationen weiterleitet, wird geworben. Aber es läuft auch viel über die Netzwerke, und es gibt eine große Info-Veranstaltung am 14. Februar, 11 Uhr, in der Stadthalle mit der CDU-Bundestagsabgeordneten Cemile Giousouf. Die Integrationsräte tagen sechs Mal im Jahr, erhalten wie Gemeinderäte Aufwandsentschädigungen und haben einen Etat von 5000 Euro für Fortbildungen.

Kommissionsmitglied Dusan Vesenjak bezeichnete den alten Rat als "Sorgenkind". Mit der Benennung habe der neue Rat die Chance, mehr Qualität und Verbindlichkeit zu garantieren. Das "Megathema" schlechthin werde die Flüchtlingsfrage sein. Vesenjak, der noch am Überlegen ist, ob er sich erneut einbringen wird, ist davon überzeugt, dass sich der neue Integrationsrat ebenfalls mit der alten Forderung befassen wird, dass Mitglieder des Integrationsrats auch in den gemeinderätlichen Ausschüssen wirken dürfen. Seinerzeit hatte sich der Ausländerrat mit diesem Wunsch nicht durchsetzen können.

Bewerben können sich Personen, unabhängig von der Staatsangehörigkeit, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, den Hauptwohnsitz seit mindestens drei Monaten in Reutlingen haben, sich beruflich oder ehrenamtlich im Bereich Migration engagieren und sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik bekennen. Ausschlaggebend für die Berufung sind die Fachkompetenz und der persönliche Einsatz.

Info
Bewerbungen können gerichtet werden an: Stadt Reutlingen, Referat für Migrationsfragen, Rathausstraße 6, 72764 Reutlingen; per E-Mail: referat-migrationsfragen@reutlingen.de; per Fax: (07121) 303 26 23. Infos unter www.reutlingen.de/integrationsrat.

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