Spenden anstatt von Geschenken

Schon im vergangenen Jahr hatte es sich bewährt: Statt Weihnachtsgeschenken an die Kunden gab die Bäckerei Sautter einen Scheck an die Vesperkirche. Dieses Mal kam noch ein weiterer Betrag dazu.

|
Freude auf allen Seiten: Ulrike und Edmund Sautter (von links) übergaben am Mittwoch eine Spende über 2000 Euro an Vesperkirchen-Macher Siegfried Wienerroither, Traudel Stengel und Klaus Kuntz.  Foto: 

"Heute ist es extrem voll hier in der Vesperkirche", sagte Traudel Stengel am Mittwochmittag. Fast 380 Essen wurden ausgegeben, was bedeutet, dass die etwa 80 Plätze zwischen 11.30 und 14 Uhr annähernd fünf Mal neu besetzt wurden. "Und wir hätten noch mehr Zulauf, wenn der Platz hier in der Nikolaikirche dafür vorhanden wäre", betonte Reutlingens Vesperkirchen-Gründer Klaus Kuntz.

Edmund Sautter und seine Frau Ulrike waren also genau richtig gekommen, um sich einen Eindruck von der Not in Reutlingen und Umgebung zu verschaffen. Ihr eigentliches Anliegen war aber: Sie wollten ihren persönlichen Anteil leisten, damit die Not ein wenig gelindert werden kann - eine Spende über 2 000 Euro hatten sie mitgebracht, die sich in zwei Hälften aufteilte.

"Wir hatten ja 50 Jahre lang kurz vor Weihnachten ein Paket Mehl an jeden unserer Kunden verschenkt", berichtete der Eninger Bäcker. Im vergangenen Jahr hatten sie zum ersten Mal ausprobiert, auf diese "milde Gabe" zu verzichten - und stattdessen den Geldbetrag an die Vesperkirche zu geben.

1000 Euro waren es im vergangenen Jahr - und auch in diesem. Verständnis, ja Zustimmung kam dafür von der Kundschaft: "Das kam gut an", so Edmund Sautter. Und weil im vergangenen Herbst sowohl der Bäckermeister wie auch seine Frau einen runden Geburtstag feiern konnten, beide aber auf Geschenke verzichtet hatten und stattdessen um Spenden für die Vesperkirche baten, kamen in diesem Jahr nochmals 1000 Euro obendrauf. Über den Scheck in Höhe von 2 000 Euro "freuen wir uns sehr", sagte Stengel stellvertretend für das Vesperkirchen-Leitungsteam.

Siegfried Wienerroither berichtete als "Finanzminister" des besonderen Reutlinger Restaurants, dass in diesem Jahr mehr als 1100 Einzelpersonen oder Unternehmen als Spender in Erscheinung traten.

Allerdings sei nicht nur die Gesamtspendensumme rückläufig, sondern auch die Zahl der Solidaresser. Letzteres sei laut Klaus Kuntz wohl auf die Enge in der Nikolaikirche zurückzuführen.

Aufgefallen ist Wienerroither hingegen, dass unter den Besuchern der Vesperkirche immer mehr ältere Frauen seien.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Handwerk? Hat was!

Um sich ein Bild über die steigende Zahl von Abiturienten im Handwerk zu verschaffen, startete die Kammer eine Umfrage unter den aktuell 606 Abiturienten, die derzeit in der Region im Handwerk ausgebildet werden. 134 von ihnen, immerhin gute 22 Prozent, antworteten. weiter lesen