SPD: Wohnungsbau braucht mehr Schwung

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Fehlender Wohnraum ist eine der zentralen kommunalpolitischen Herausforderungen in der Achlamstadt. Die SPD-Fraktion im Gemeinderat ist mit den Fortschritten bei der Wohnraumgewinnung in der Stadt unzufrieden. „Wir haben mit viel Mühe endlich die Grundlagen für eine verstärkte Wohnungsbaupolitik gelegt, aber nicht alle Akteure in der Stadt haben das als Startsignal begriffen“, ärgert sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Helmut Treutlein. „Die presseöffentlichen Äußerungen von GWG-Geschäftsführer Ralf Güthert sind für uns nicht hinnehmbar als Strategie unserer städtischen Tochter“, machte Treutlein gestern in einer Pressemitteilung deutlich.

„Die GWG spricht immer noch von bis zu 800 Wohneinheiten in zehn Jahren, das reicht niemals aus“, lässt Stadtrat Jo Schempp seinen Ärger spüren, „wir müssen da ambitionierter herangehen, gerade als GWG.“ Die SPD werde deshalb dafür kämpfen, dass die städtische Gesellschaft deutlich offensiver wird.

Auch Thomas Keck, Stadtrat und als Geschäftsführer des Deutschen Mieterbundes und als Bundesbeiratsmitglied des DMB mit der Wohnraumnot in der Republik vertraut, fordert mehr Anstrengungen. „Die GWG ist kapitalstark, das muss sich dann auch in der Akquise von Baugrund zeigen. Hand in Hand mit der Stadt muss jetzt die Innenverdichtung mit Hochdruck angegangen werden. Und wir sollten uns nicht scheuen, als Gemeinderäte über den Tellerrand in andere größere Städte zu schauen und gute Beispiele zu kopieren. Das kann sich lohnen“.

Auch bei der Nutzung von Förderungen für den sozialen Wohnungsbau ist die Stadt nach Überzeugung der SPD-Fraktion noch zu zurückhaltend. „Im gesamten Landkreis wurden seit 2016 lediglich für elf Wohneinheiten Fördermittel beim Land abgerufen,“ zeigte sich Stadtrat Sebastian Weigle verärgert, „wenn da eine Null hintendran stehen würde, wären wir voll des Lobes. So können wir nur sagen: Ziel verfehlt. Das kann man niemand erklären.“

Die SPD-Fraktion hat aus diesem Grund einen Antrag gestellt, der die Umsetzung der beschlossenen Wohnbauoffensive in den Fokus nimmt. „Wir als Gemeinderat haben die Grundlagen geschaffen. Verwaltung und GWG-Geschäftsführung müssen das aufgreifen“, fordert Treutlein. „Wir vermissen klare Signale“, wird er deutlich, „und eine entschiedene Umsetzung. Da muss nochmals kräftig in die Pedale getreten werden.“

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