Soziale Säule der Stadt

"Im Laufe von vielen Jahren ist eine konstante soziale Säule in der Gemeinschaft der Stadt Pfullingen entstanden", so Bernd Schwab über den CVJM, dessen Geschichte in der Kreissparkasse ausgestellt ist.

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Karin Jeromin hat wochenlang recherchiert, um eine kleine Sonderausgabe zur Geschichte des CVJM und zur Sonderausstellung zusammenzustellen. Auch an Smartphone-Besitzer wurde gedacht, wie ein Besucher demonstriert.  Foto: 

"Die Jugendarbeit des Vereins mit der Maßgabe, die Gemeinschaft zu leben und den Glauben zu erfahren, ist bemerkenswert", betonte der Leiter der Regionaldirektion der Kreissparkasse, Bernd Schwab. Als eine "wertvolle Arbeit" bezeichnete er die Wertevermittlung und Persönlichkeitsentwicklung junger Heranwachsender, die durch das große Engagement im Ehren- und Hauptamt des Vereins ausgeübt werde. "Er hat uns über 150 Jahre ermutigt und getragen", sagte die stellvertretende Vorsitzende Susanne Wörner. "Erleben dürfen wir in erster Linie Gemeinschaft von Jung und Alt."

Die Kundenhalle gar zur "Kulturhalle", machte sogleich Bürgermeister Michael Schrenk. Den CVJM nannte er "eine Erfolgsgeschichte". "Aus einst sieben (Burschen) wurden 700 (Vereinsmitglieder). Es ist beeindruckend, was aus der Keimzelle geworden ist. Dies konnte nur gelingen, weil sich der Verein immer wieder neu ausgerichtet und sich an die gesellschaftlichen Wünsche und Gegebenheiten angepasst hat", glaubt Schrenk. Jungschargruppen, Kinder-Bibel-Tage, Freizeit- und Ferienangebote rund um das Freizeitheim "Brönnlensteich", seien dabei nur einige Angebote von vielen. Und: "Der CVJM ist eine wichtige Säule in der Stadt."

"150 Jahre heißt auch Zugehörigkeit zur größten christlichen Jugendorganisation der Welt, dem CVJM-YMCA mit über 50 Millionen Mitgliedern in über 120 Ländern", hob Elke Hagmaier in ihrer Rede hervor. Im CVJM-Dreieck (Logo), dem Symbol der weltweiten CVJM, fände die ganzheitliche Arbeit Ausdruck: Geist, Seele und Leib. "Organisationen sind notwendig, aber nicht das Wichtigstem es sind die Menschen und 'Erleben' was zählt." Unter diesem farblich fröhlichen Motto stehe deshalb auch das Jubiläumsjahr. Die farbliche Akzentuierung (rot, lila, blau) bringe zum Ausdruck, was wichtig ist.

Die Farben ziehen sich gleichermaßen durch Ausstellung und das fast 40-seitige Sonderheftchen. Beides entstand unter der Regie von Karin Jeromin. Dass es gerade junge Menschen in der 150-jährigen Geschichte waren, die Verantwortung übernommen und neue Impulse gesetzt haben, sei auffallend, sagte Hagmaier. Sicherlich als ein Glücksfall anzusehen sei der herausragende Theologe und Mitgründer Dr. Ernst Trumpp gewesen, der unerschrocken predigte und zu seinen Überzeugungen stand. Der Diakon und begnadete Sprachforscher gründete am 7. September 1865 den "Christlichen Jünglingsverein Pfullingen". Sie gaben sich Statuten, trafen sich regelmäßig abends im Schulhaus. "Auch heute noch ist er hochgeschätzt in Pakistan - dort hat er viele Dialekte erforscht - wie in Pfullingen, wo es einen Dr. Ernst-Trumpp-Weg gibt." So soll auch in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad, eine Straße nach ihm benannt sein. "Ein reiches Wissen verband sich bei ihm mit Bescheidenheit und Menschenliebe, wie ein Biograf ihn beschreibt." Keine Frage: "Sein Blick ging über den Kirchturm hinaus", wie Hagmaier resümierte. "So finden sich in der Geschichte des Pfullinger CVJM immer wieder Visionäre, gepaart mit Mut und Überzeugungskraft, bereit Verantwortung zu übernehmen und neue Wege zu gehen, geistlich lebendig und dem Auftrag verbunden, die den Verein auf- und weitergebaut haben."

Was die Zukunft des Vereins angeht: Auch der CVJM muss mit seinen Angeboten reagieren. Insbesondere die Tendenz zur Ganztagesschule, ist eine Herausforderung, wie Hagmaier glaubt. "Eine stärkere Zusammenarbeit mit den Schulen wird für beide Seiten notwendig sein." Die Ausstellung mit Fotos, Urkunden, Dokumenten und Pokalen ist bis 8. April zu sehen.

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