Sonnengarten und Krabbeltierhaus geplant

Das kommunale Umweltbildungszentrum Listhof hat abermals ein erfolgreiches Jahr hinter sich. Zu den Veranstaltungen kamen neben etwa 13 000 Kindern und Jugendlichen auch etliche tausend Erwachsene.

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Fachlich fundiert und behutsam werden die Kinder im Listhof an das Thema Natur herangeführt. Foto: Dietmar Czapalla

Als Betreiber des Umweltbildungszentrums Listhof (UBZ) hat der Trägerverein seit achteinhalb Jahren die Verantwortung für den laufenden Betrieb und sucht weiterhin Unterstützer. Leitlinie des UBZ ist "die Verbindung von Naturerlebnis, Naturerfahrung, Umweltinformation und handlungsorientierter Umweltbildung". Und weil die Erziehung zum Naturschutz schon im Kindesalter anfängt, leistet der Listhof einen großen Beitrag für diesen Teil der Persönlichkeitsbildung.

Der Erlebnisgarten und die Lehrbiotope am UBZ sowie das angrenzende Naturschutzgebiet Listhof mit seinen Wiesen, Feldern und Wäldern bieten viele Möglichkeiten, das ganze Jahr über verschiedenste Lebensräume kennen zu lernen. Während des Jahres war eine Fülle von Veranstaltungen angeboten worden, die in erster Linie in den bewährten Händen der Listhof-Angestellten Markus Schwegler und Bernhard Ziegler lagen.

Über 500 Veranstaltungen und zwölf Wochen Ferienprogramm mit rund 100 Veranstaltungen, teils von externen Fachkräften geleitet, fanden statt. Letztlich waren es 13 000 Kinder und Jugendliche, die unter anderem auch im Rahmen von Projekten mit der Hohbuchschule und der Sprangerschule im UBZ und im Naturschutzgebiet unterwegs waren. Sie alle wurden fachlich fundiert und behutsam an die Natur herangeführt. Dabei stand das hautnahe Erleben stets im Vordergrund stand. Angebote und Aktivitäten wie "Umweltbildung für Auszubildende", "Projekttage für Schulklassen", "Lehrgänge und waldpädagogische Führungen", "Lehrerfortbildungen und Seminare", "Umwelttechnik", "Spezielle botanische und zoologische Führungen", "Naturgeburtstage" und mehr standen ebenfalls auf dem Programm. Darüber hinaus präsentierte sich der Listhof als Kompetenzzentrum für Umweltbildung, erneuerbare Energie und Biodiversität im Biosphärengebiet Schwäbische Alb auch bei einer Vielzahl von Veranstaltungen außerhalb des Listhofes in Münsingen, Stuttgart und Reutlingen. Zum schon traditionellen "Markt der Möglichkeiten in der Umweltbildung" kamen im Mai rund 3000 Besucher aus nah und fern zum UBZ.

Neben dem neuen "Wassergarten" zog der "Biosphären-Bauerngarten" im Eingangsbereich Besucher an und erfuhr positive Resonanz. Beide Projekte wurden durch Mittel über das Biosphärengebiet mitfinanziert. Bei der Landschaftspflege war man außer im Listhof selbst auch wieder in Mittelstadt, Degerschlacht, Gönningen und auf der Achalm im Einsatz.

Neben dem laufenden pädagogischen Betrieb gehen die Planungen und Ausbaustufen etlicher Projekte auf dem Außengelände permanent weiter. Im Bau ist ein Sonnengarten, der ebenfalls mit Mitteln aus dem Biosphärengebiet als Ausstellungsbereich im Rahmen des Bildungsschwerpunkts "Erneuerbare Energie" verwirklicht wird. In diesem, an das UBZ angrenzenden Garten, wird es zahlreiche "Sonnenelemente" zum Testen und Ausprobieren geben. Als größeres Projekt für die nächsten Jahre ist ein "Krabbeltierhaus" geplant, in dem interessierte Besucher einiges über heimische Kleintiere erfahren können.

Arbeit in Hülle und Fülle, die von den Listhof-Angestellten und ihren "Helfern auf Zeit" - Praktikanten, FEJler, Hartz-IV-Leute und Ehrenamtliche - auch 2012 zu bewältigen sein wird. Ehrenamtliche für Patenschaften und zur Mitarbeit sind immer gerne gesehen.

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