Sommer 2016 ist Schluss

Nach dem Schulabschluss 2015/16 wird die Hauptschule keine jungen Leute mehr haben. Die Eltern wissen jedoch, so Schulamtsleiter Roland Hocker, dass man sich nun um ihre Sprösslinge intensiv kümmert.

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Die Haupt- und Werkrealschule in der Uhlandschule hat mangels Schülern keine Zukunft mehr.  Foto: 

Es war absehbar, doch nun geht es in erster Linie um das Wohl der verbliebenen Schüler, von denen die Neuntklässler auch des kommenden Schuljahres sicher noch ihren Abschluss in Lichtenstein bauen werden. Bereits die dann zusammengefassten Klassen sieben und acht des kommenden Schuljahrs 205/16 werden dann bis zu ihrem Abschluss woanders unterrichtet werden.

"Wir haben hier alle Zeit der Welt", ließ Roland Hocker, Leitender Schulamtsdirektor beim Schulamt Tübingen, gestern auf Anfrage wissen. Dass die Haupt- und Werkrealschule Lichtenstein in Unterhausen, die Uhlandschule, bald nicht mehr weitergeführt werden könne, stand außer Frage. Denn demografische Fakten sind unumstößlich. Und viele zieht's in die Realschule.

Und nun soll für die ab Herbst 2015 nur noch 20 Jungs und Mädchen eine Lösung gefunden werden, die ihren Bedürfnissen am besten entspricht, sagte auch Lichtensteins Bürgermeister Peter Nußbaum beim Eltern-Informationstreffen am Montagabend.

Fest steht: Die Haupt- und Werkrealschule in der Uhlandschule wird es nach dem Sommer 2016 nicht mehr geben (Ende Schuljahr 2015/16). Anmeldungen wurden sowieso nicht mehr entgegengenommen. Schon jetzt gibt es eine gemeinsame Klasse sechs, in die auch die noch verbliebenen sechs Fünfer gehen. Die letzte Klasse neun macht im Frühjahr 2016 ihren Abschluss noch in der Uhlandschule. Die für 2015/16 zusammengefassten Klassen sieben und acht müssen danach aber woanders unterrichtet werden.

"Wir haben da ein großes Einverständnis der Eltern", betont Hocker. Die Jugendlichen sollen dabei möglichst übergangslos in die für sie passende neue Lehranstalt eingegliedert werden, schließlich steht 2017 für sie der Hauptschul-Abschluss bevor. Dafür könnten sie zwar nach Reutlingen, Pfullingen, St. Johann oder Engstingen gehen. "Die Gruppe sollte aber möglichst zusammenbleiben", hofft Hocker.

Und die Lehrer? Als ob's ein Zufall wäre: 2016 werden sehr viele Hauptschulpädagogen in Unterhausen eh in den Ruhestand gehen.

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