So gesehen: Selbstreflexion

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Für Alexander Schweizer hat sich nie die Frage gestellt, ob er weitermachen möchte als Bürgermeister oder nicht. "Eningen entspricht meinem Naturell", sagt der Mann, der seine Unterlagen gleich zu Beginn der Bewerbungsfrist eingeworfen hat - und damit ein klares Zeichen setzen wollte. Und das, obwohl er sich, als es um die Stellenausschreibung ging, "schon ein bisschen verletzt und ein wenig vor den Kopf gestoßen gefühlt" hat. Wie es dazu kam? Der Gemeinderat hatte beschlossen, in der Ausschreibung auf den Satz, dass der amtierende Bürgermeister sich bewirbt, zu verzichten. Fast schon ein Affront.

Darüber, wie es so weit kommen konnte, hat Schweizer lange nachgedacht. "Und ich habe mit Leuten in meinem Umfeld darüber gesprochen." Eine gewisse Selbstreflexion sei nötig gewesen, sagt er. Sein Fazit: Wenn ich etwas für jemanden durchsetze, dann gibt es auch jemanden, gegen den ich das durchsetze. "Es ist nicht jeder mit dem, was ich tue, einverstanden. Das musste ich lernen." Aber Schweizer findet auch: "Wenn man etwas voranbringen will, muss man Kante zeigen."

Reflektiert haben dürfte er auch, als seine Stellvertreterin im Amt, Dr. Barbara Dürr, ihre Kandidatur bekannt geben hat. Eine Überraschung für den Amtierenden. Auch dass sie nun eine Art Gegenentwurf zu ihm sein soll, hat ihn erstaunt, "weil wir viele Entscheidungen im Gemeinderat einstimmig getragen haben, die selben Positionen hatten." Aber, auch das betont er: "Dass sie kandidiert, ist ein Stück weit Demokratie." Und der Wahlbeteiligung, blickt Schweizer voraus, dürfte die Gegenkandidatin - der Dritte im Bunde, Björn Birkholz, räumt sich selbst kaum Chancen ein - nur gut tun.

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