So gesehen: Freut Euch!

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Der gordische Knoten ist durchschlagen, das "kulturpolitische Riesenchaos" (Jürgen Fuchs) vermieden: Dieses wäre, so Barbara Bosch, eingetreten, wenn der Gemeinderat die Entscheidung vertagt oder den Baubeschluss abgelehnt hätte: "Kein Neubau heißt Schließung des Theaters", so die OB - schließlich erlischt am 31. Juli 2017 die Betriebsgenehmigung für die Planie 22.

Doch dazu ist es - zum Glück - nicht gekommen: Mit dem Theaterhaus an der Jahnstraße erhält die Tonne ihre dauerhafte zweite - oder besser gesagt - erste Spielstätte. Große Erleichterung auch bei Enrico Urbanek, der wie auch Verwaltungsratsleiter Matthias Schmied - die Gemeinderatssitzung verfolgt hatte: "Wir freuen uns, dass das jetzt durch ist. Jetzt können wir weiterarbeiten", freute sich der Tonne-Intendant.

Was ein wenig in der über zweistündigen Diskussion irritierte, war eine Passage aus der Begründung des Beschlussvorschlags: "Die Gastspiele von Schultheatern, freien Theatergruppen u.a. sowie der Probebedarf sind mit dem Theater Reutlingen - Die Tonne abzustimmen." Jessica Tatti und Thomas Ziegler (Linke) hatten beantragt, diesen Satz zu streichen. Stattdessen forderten sie, dass sich die Leitungen der das Haus regelmäßig bespielenden Theater untereinander unter Federführung der Tonne abstimmen sollten. Bei fehlendem Einvernehmen solle dann das Kulturamt eine Entscheidung treffen.

Ein Antrag, den Ziegler nicht als Misstrauen gegenüber der Tonne-Führung verstanden sehen wollte. Was aber Hagen Kluck - und andere Räte - so verstanden oder verstehen wollten. Aus Sicht der OB war dieser Teil des Linken-Antrags eh unzulässig - schließlich könne das Gremium nicht über die Begründung eines Antrags abstimmen.

Die ebenfalls von der Linken gewünschte parallele Bespielbarkeit von großem Saal und Probebühne hätte, wie Gebäudemanagementsleiter Peter Geier in der Sitzung deutlich machte, rund 2,2 Millionen Euro an Mehrkosten verursacht - eine völlig unrealistische Option mit Blick auf die Haushaltslage. Immerhin wird es, wie auch Urbanek versicherte, in der Regel möglich sein, auf der Probebühne zu üben, während im Großen Saal eine Vorstellung läuft.

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