Sicherheit an erster Stelle

Die Stadtgärtner sind seit kurzem wieder unterwegs, um Sträucher und Bäume zu pflegen und notfalls auch zu entfernen. Der Schwerpunkt der Aktion liegt diesmal auf der Reutlinger Innenstadt.

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Zur Gehölzpflege sind Stadtgärtner das ganze Jahr über im Einsatz, im Interesse der Natur entsprechend aber vor allem in den Wintermonaten. Darauf legen die Natur- und Umweltfreunde großen Wert. Je nach Bedarf rücken sie dann aus - vom Helfer bis zum Gärtnermeister. Unterstützt werden sie aber auch von spezialisierten Fremdfirmen und von speziell ausgebildeten Baumkletterern.

Auch zwischen Frühjahr und Spätherbst mussten die Stadtgärtner gelegentlich zur Gehölzpflege ausrücken. "Aber nur dann, wenn Gefahr im Verzug war und unverzichtbarer akuter Handlungsbedarf bestand", wie Matthias Scheider vom städtischen Amt für Tiefbau, Grünflächen und Umwelt, Abteilung Grünflächenpflege, deutlich macht.

"Um den vielfältigen und artenreichen Baumbestand der Stadt langfristig zu sichern", hält das Amt für Tiefbau, Grünflächen und Umwelt auch jetzt wieder Pflegemaßnahmen für notwendig. Abgestorbene Bäume sowie Bäume, die von der Standsicherheit her ein Risiko darstellen, müssen gefällt werden. Bei entlang von Straßen stehenden Bäumen gilt es, das Lichtraumprofil frei zuhalten. Um dies zu gewährleisten, müssen teilweise Äste am Kronenansatz entfernt werden.

Bei schon älteren kopflastigen Bäumen gilt es, Äste und Totholz zu entfernen. Bäume, die mit ihren Wurzeln Fundamente oder Leitungen beschädigen, werden gänzlich entfernt. Wo es sinnvoll ist, werden Bäume auf Stock gesetzt. Allzu dicht gewachsene Gehölzpflanzungen gilt es zu durchforsten, auszulichten und zurückzuschneiden. "Insgesamt soll die Unterhaltung der Grünanlagen optimiert sowie ökonomisiert werden", heißt es in einer Vorlage der Reutligner Stadtverwaltung.

Schwerpunkt der in diesen Tagen auszuführenden Arbeiten ist die Innenstadt. "Besonders am Herzen liegt uns auch das Jugendhaus Bastille, dessen Außenanlagen total verwachsen sind. Gründlich durchforstet wird auch Orschel-Hagen und der Sport- und Freizeitpark Markwasen", lässt Scheider wissen. Nur aus der Baumkontrolle - dazu wurden teils Fremdbüros eingeschaltet - resultierende Verkehrssicherheitsmaßnahmen werden gemacht.

Dass die Stadtgärtner, die sich bei ihrer oft nicht ungefährlichen Arbeit "von manchen auch massive Vorwürfe gefallen lassen müssen", umweltbewusst vorgehen, zeigt sich aktuell im Sport- und Freizeitpark Markwasen, wo ein etwa 200 Meter langer, total zugewachsener Weg so reaktiviert wird, dass er von Fußgängern und Radfahrern künftig wieder genutzt werden kann. So wie von hier aus hier werden sämtliche Stämme, Äste und Zweige zum Häkselplatz nach Betzingen transportiert.

Um Energiekosten einzusparen, wird verwendbares Material in der Hackschnitzel-Heizung bei den Technischen Betriebsdiensten (TBR) verbrannt. Brauchbare Stämme dagegen werden nach Bearbeitung unter anderem als Spielelemente auf Kinderspielplätzen verwendet.

Die städtische Gehölzpflegeaktion endet, wie Matthias Scheider ausführt, Ende Februar und damit rechtzeitig vor der für den 14. März angesetzten Stadtputzete. Nach dem 28. Februar sollten aus Naturschutzgründen auch die Stadtgärtner nur in Ausnahmefällen Bäumen und Sträuchern an den Kragen gehen. Diese Regel gilt übrigens auch für Privatleute.

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