Senftube ohne Macht und Schlüssel

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    Wer macht das Rennen? Für die Kinder war gestern in Pfullingen viel geboten. Foto: 
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    Julian Stiller interviewt Michael Schrenk, der als Senftube erschien. Foto: 
  • In Eningen säumten hunderte Zuschauer die Straßen als Kindergärten, Schulen und Zünfte zum Umzug starteten. 3/3
    In Eningen säumten hunderte Zuschauer die Straßen als Kindergärten, Schulen und Zünfte zum Umzug starteten. Foto: 
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Zwischen Wurst und Wecken passt alleweil noch ein Bürgermeister. Na ja, nicht ganz. Leider. Und das, obwohl sich Michael Schrenk mächtig Mühe gegeben und als Senf (in der Tube) verkleidet hatte, während seine Kollegen von der Stadtverwaltung (ebenfalls im Fasnets-Outfit) emsigts Hot-Dogs an die Pfullinger Kinder verteilten.  Zu dem Zeitpunkt waren das Narrenbaumstellen von Mottles Heer und der Rathaussturm der Narren bereits gelaufen. Und das schneller als gedacht, wie Julian Stiller von den Hoagamännle erstaunt zur Kenntnis nahm. Weitaus weniger als in den Vorjahren habe sich der Bürgermeister bei seiner Entmachtung zur Wehr gesetzt, gab der Zunftmeister zu Protokoll.

Im Nu hatte Michael Schrenk den Schlüssel an die Narren abgetreten und die Rede, die er  – in guter Tradition in der Schandgeige eingeklemmt – halten durfte, war auch von würziger Kürze. Nur ein paar Minütchen durfte er als Tube seinen Senf dazugeben – auch, um den Rathaussturm für die Kinder wieder interessanter zu machen. „Einige Kindergärten sind nämlich bereits abgesprungen“, wie Stiller bekannte. Dem Nachwuchs, der Jahr für Jahr erst fesch verkleidet vom Feuerwehrhaus  zum Marktplatz läuft, war’s in jüngster Zeit schlicht zu langatmig geworden, was die Erwachsenen da auf der Bühne vor dem Rathaus boten. Deshalb war’s heuer kurz und knackig. Und der Scheck, den die Hoagamännle – sie sparen sich das Geld für Gastgeschenke bei den Zunftmeisterempfängen und geben’s lieber für einen guten Zweck – überreichten, ging diesmal auch nicht nach auswärts, sondern in die eigene Stadt: an die Kindergärten eben. Die profitierten gestern derweil nicht nur von der Spendenbereitschaft der Narren, sondern auch vom neuen Schmotziga-Doschdigs-Konzept: Sie konnten sich an gleich mehreren Spielstationen vergnügen bevor das Narrendorf  eröffnet wurde.

Die Kinder – fantasievoll gewandet als Uhren und Käfer, Bienen und Zauberer, Hexen und Prinzessinnen – standen derweil auch in Eningen im Mittelpunkt. Neben den Narrenzünften waren es vor allem die Schulen und Kindergärten, die beim Umzug mächtig Farbe ins Spiel brachten bevor das Rathaus gestürmt wurde. All das moderierten Thomas Hummel und Karin Kapitel von den Häbles-Wetzern. Wobei sie zeitweise übertönt wurden von den Guggenmusikern. Als die „Über den Wolken“ intonierten, schaute denn auch so mancher Eninger fasziniert zum Himmel. Denn die Zeiten sind nicht nur närrisch, sie sind auch stürmisch.

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Rathaussturm Pfullingen

Bürgermeister Michael Schrenk tritt diesmal als Senftube auf.

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Kinderumzug Eningen

Hunderte säumten die Straßen am schmotzigen Donnerstag.

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