SEITENBLICKE: Das Ende einer "Freundschaft"

Mein netter handlicher Tablet-Computer, auf den ich so stolz war, ist sicher inzwischen auf dem "Massenfriedhof" für digitale Geräte (oder im Computer-Himmel?) gelandet. Und mit ihm alles, was ich darauf gespeichert hatte.

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Mein netter handlicher Tablet-Computer, auf den ich so stolz war, ist sicher inzwischen auf dem "Massenfriedhof" für digitale Geräte (oder im Computer-Himmel?) gelandet. Und mit ihm alles, was ich darauf gespeichert hatte. Es war zum Glück nicht viel, nur ein paar Fotos, mein Englisch-Übungsprogramm und einige alte Mails.

Immerhin konnte ich mich fast zwei Jahre an ihm erfreuen und er leistete mir bei meinen Reisen gute Dienste. Zuletzt leider nicht mehr - da überwogen die Probleme: Die Verbindung zum Internet wurde immer langsamer und brach zwischendurch ab und schließlich weigerte er sich, meine Mails abzuschicken. Die Herstellerfirma versprach laut Kassenbeleg eine Garantie von drei Jahren, die noch nicht abgelaufen waren. So entschloss ich mich, das Teil über den Discounter, bei dem ich es erworben hatte, dorthin einzuschicken. Vielleicht könnte es ja repariert werden und ich bekäme es funktionsfähig zurück.

Nach ein paar Wochen erhielt ich ein Schreiben der Firma, dass eine Reparatur "nicht abzusehen" sei. Man bot mir die "Rückabwicklung des Kaufvertrages (Erstattung des Kaufpreises)" gegen Einsendung der Original-Kaufbelege an, was ich akzeptierte.

Damit war das Ende meines Tablets besiegelt. Ein Trost ist für mich, dass ich es immerhin über lange Zeit "gratis" nutzen und mich daran freuen konnte. Ob ich mir ein neues kaufe, überlege ich noch.

Nun passierte im Zusammenhang mit dieser Tablet-Rücksendung noch etwas Seltsames: Vor ein paar Tagen stand ein größeres, sehr leichtes Paket vor meiner Tür, obwohl ich genau wusste, dass ich nichts bestellt hatte. Mühsam schnitt ich die Klebestreifen rundum auf und holte einen geheimnisvollen, dick in Plastikmaterial mit unterschiedlich großen Luftpolstern verpackten Gegenstand heraus, der noch extra in einen riesigen, mehrmals zusammengeklappten Beutel eingeschweißt war. Neben mir lag ein Berg an Verpackungsmaterial, als ich endlich den Inhalt in der Hand hielt: Es war die schwarze, weich gefütterte Hülle meines Tablet-Computers, in der ich ihn seinerzeit zurückgeschickt hatte! Das schmale Etui hätte problemlos in einen A4-Umschlag gepasst - doch die Firma wollte wohl zeigen, dass es ihr nicht auf solche "Peanuts" ankommt: Geklotzt statt gekleckert! Mir blieb ein halber Gelber Sack voll Plastikmüll - und ein im Schweiße meines Angesichts passend für den Papiercontainer zerkleinerter und zusammengefalteter Karton als "Dreingabe" zu der Tablet-Hülle!

Doch was mache ich nun damit? Ohne Tablet brauche ich keine Hülle, und sie vermehrt wahrscheinlich die anderen nutzlosen Gegenstände, die sich im Laufe der Zeit in meiner Wohnung angesammelt haben. Für den Fall, dass ich mir ein neues Tablet zulege, liebäugle ich eher mit dem etwas kleineren Format, weil es leichter zu transportieren ist. Und dafür brauche ich eine kleinere Hülle. Doch der Herstellerfirma kann ich bestätigen, dass sie ihren Auftrag mehr als korrekt erledigt hat - egal, ob sinnvoll oder nicht und mit welchem immensen Aufwand!

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