SEITENBLICKE: Bilanz meines verflossenen Jahres

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Im Gegensatz zu meinem kleinen Leben, das im vergangenen Jahr eigentlich recht friedlich, harmonisch und gesundheitlich zufriedenstellend verlief, scheint es in der Welt draußen nur noch Krisenherde zu geben: Katastrophen, Kriege und Heimsuchungen jeglicher Art übertreffen sich gegenseitig. Ich kann mir nicht vorstellen, wie dieser unheilvolle Trend zu stoppen wäre. Meine persönliche Erklärung dafür liegt im rasanten Anwachsen der Weltbevölkerung: Wir sind mit über sieben Milliarden Menschen einfach zu viele, und das muss irgendwann in einen Kampf aller gegen alle ausarten, denn jeder will ein möglichst großes Stück vom begrenzten "Kuchen".

Eines habe ich mit allen Menschen gemeinsam: Ich bin 2014 wieder ein Jahr älter geworden! Früher war das keine so große Sache, doch jenseits der 70 bekommt jedes vergangene Jahr mehr Gewicht, denn der nächste Jahreswechsel wird immer weniger selbstverständlich.

Alle drei Reisen, die ich mir in den letzten zwölf Monaten geleistet habe, waren so schön, dass ich mich an den Erinnerungen noch lange erfreuen kann. Dass ich einmal aus Tunesien mit einem grippalen Infekt zurück kam, verdanke ich möglicherweise meinem Bad im 14 Grad kalten Meer. Die zwei Wochen "Orient" selbst waren schon zum zweiten Mal eine positive Überraschung: Alles "stimmte", ich traf nette Leute, genoss das leckere Essen und fühlte mich rundum wohl.

Ebenfalls zum zweiten Mal reiste ich im Mai zu einer zweiwöchigen Privatkur ins ungarische Héviz unweit des Plattensees. Wie ein Jahr zuvor, tauchte ich erneut tief in diese unbeschreiblich beschauliche, geruhsame Atmosphäre ein, die den Ort und die ganze Umgebung einzuhüllen scheint. Ich weiß nicht, woran das liegt - aber ich empfand es wohltuend wie Balsam.

Den verflossenen Freibadsommer kann ich rückschauend nur als "suboptimal" bezeichnen. Trotzdem bin ich gut hundert Mal jeweils in den Regenpausen mit dem Rad den Kilometer von meiner Wohnung ins Freibad gedüst und habe mich dort eine halbe Stunde im Wasser getummelt - selten länger, weil das wohl altersbedingte "Nachfrieren" mit jedem Jahr unangenehmer wird. Daheim arbeitete ich mit heißen Tee und sogar mit Wärmflasche dagegen an.

Für den miesen Sommer wurde ich dann bei meiner dritten Reise im Oktober auf die kroatische Insel Pag reichlich entschädigt: Es gab zwei Wochen Sonne pur und ich schwamm täglich im Meer! Dazu kamen kleine Wanderungen in die "steinreiche" Umgebung und ein Ausflug mit dem Bus in die geschichtsträchtige Stadt Zadar, die ich von einer früheren Reise kannte.

Gute Vorsätze für 2015 habe ich nicht gefasst, das habe ich längst aufgegeben. Was ich mir wünsche: Das neue Jahr möge so weitergehen, wie das alte aufgehört hat - mit relativer Gesundheit, guter Stimmung und Freude an den kleinen Dingen des Lebens. Der erste "Höhepunkt" steht schon vor der Tür: Zwei Wochen Türkische Riviera im Januar! Wieder eine preisgünstige Reise - und wieder allein, wie ich das gewohnt bin. Dabei genieße ich immer diese "besondere Wachheit", da ich ja selbst an alles denken muss und keinem Mitreisenden die Schuld an irgendwelchen Missgeschicken geben kann. Ich freue mich darauf, denn diese "Härtetests" tun auch den "kleinen grauen Zellen" gut und halten sie noch eine Weile fit!

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