Schrenks Agenda und der CVJM

War 2014 schon ein spannendes Jahr für die Pfullinger - 2015 dürfte nicht minder interessant werden: mit einem neuen Bürgermeister, mehreren Großbaustellen und einem gefüllten Veranstaltungskalender.

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Das Jahr langsam angehen lassen? Das ist nicht die Sache der Pfullinger. Zwei Großereignisse haben sie am vergangenen Donnerstag und am Samstag schon präsentiert bekommen: Den Festakt zur Verabschiedung von Rudolf Heß und den Bürgerempfang mit großem Zapfenstreich zu seinen Ehren. Heute folgt die Übergabe des Rathausschlüssels an seinen Nachfolger Michael Schrenk - und am 29. Januar dessen offizielle Amtseinsetzung.

Ein neuer Bürgermeister - und das nach 32 Jahren. Der Amtswechsel dürfte eines der Themen sein, die die Pfullinger in diesem Jahr am stärksten beschäftigen werden. Zwischenmenschlich wie kommunalpolitisch. Denn auf Schrenks Agenda werden unter anderem die Themen Jugendgemeinderat und Lärmaktionsplan und damit verbunden auch Tempo 30 stehen. Die große Entschleunigung, zumindest in den Wohngebieten, könnte also auf die Stadt in diesem Jahr zukommen. So der Gemeinderat mitzieht.

Tempo 30 statt 50: Das dürfte es dann aber bremstechnisch schon gewesen sein in der Echazstadt. Ansonsten wird auf die Tube gedrückt. Die vor allem von Vereinen und Schulen seit langem herbeigesehnte Sporthalle wird im Herbst in Betrieb gehen. Ende Oktober oder Anfang November soll sie eingeweiht werden - nach eineinhalbjähriger Bauzeit.

Eine andere Baustelle wird die Pfullinger indes nicht nur 2015 begleiten, sondern auch noch im Folgejahr. Das Dienstleistungs- und Einkaufszentrum existiert derzeit - nach dem Spatenstich im November - nur als Baugrube, wird aber in den nächsten Monaten auf eine solide Tiefgaragen-Basis aufgebaut werden. Das Zehn-Millionen-Euro-Projekt soll auf 4800 Quadratmetern Fläche neue Impulse für die Innenstadt setzen - und das spätestens ab dem Frühjahr 2016.

Ob die Bauarbeiter schon in diesem Jahr an der Klosterkirche auftauchen, steht indes noch in den Sternen. Denn das Gebäude aus dem 13. Jahrhundert braucht eine Fluchttreppe, damit dort wieder regelmäßig größere Veranstaltungen stattfinden können. Eventuell, so das Ergebnis eines vergleichenden Gutachterverfahrens, könnte man hier sogar einen Kultursaal anbauen. Wenn der Gemeinderat es so will und wenn er einem Schloss-Umbau nicht den Vorzug gibt.

Einen Kultursaal - den könnten die Pfullinger freilich schon in diesem Jahr gut brauchen angesichts der Veranstaltungsfülle, die sie erwartet und der Jubiläen, die es 2015 zu feiern gilt.

So wird der CVJM Pfullingen heuer 150 Jahre alt. Was er vom 4. März bis 8. April mit einer Ausstellung in der Kreissparkasse und am 13. und 14. Juni mit Jubiläumstagen auf dem Marktplatz feiert. Wesentlich jünger sind die Schachfreunde, die ihren 60. Geburtstag feiern, die Initiative für ein Kulturhaus i'kuh, die vor zwei Jahrzehnten gegründet wurde, das Martinskollegium, das 40 Jahre alt wird, und der Spielmanns- und Schalmeienzug, der seit 30 Jahren besteht.

Während das Martinskollegium sein Festkonzert am 22. März gibt und am 21. November musikalisch noch einmal nachlegt, ist der Auftritt des Spielmannszugs am 7. November. Und weil die Städtepartnerschaft mit Passy heuer 30 Jahre alt wird, gibt's vom 25. bis 27. September ein Festwochenende - das allerdings wird nicht hier, sondern in Frankreich über die Bühne gehen.

Zum verkaufsoffenen Sonntag mit "Frühlingserwachen" lädt der Gewerbe- und Handelsverein am 22. März ein, die Museumssaison beginnt am 2. Mai, der Kreativmarkt ist am 27. September, das "Wintermärchen" des GHV mit verkaufsoffenem Sonntag am 15. November und wenig später, vom 27. bis 29. November, der Weihnachtsmarkt. Und dann ist es auch schon vorbei, das Jahr eins nach Rudolf Heß und mit Michael Schrenk.

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