Schloss-Schule in sechs Minuten Imagefilm vom Profi - Regisseur Helmut Staiger erstellt Porträt für die Homepage

Zwei Tage lang drehte Fernseh-Regisseur Helmut Staiger einen Imagefilm für die Schloss-Schule. Nach der Fertigstellung wird das Sechs-Minuten-Werk auf der Homepage der Pfullinger Schule zu sehen sein.

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Mit vertauschten Rollen: Filmemacher Helmut Staiger hat in der Drehpause eine Schloss-Schülerin auf den Kamerawagen gesetzt.  Foto: 

Es sieht alles ganz normal aus in der 7b. Der Klassenrat tagt, Thema ist Ramadan. Gerade hat eine Schülerin erklärt, wann die Muslime während der Fastenzeit essen dürfen und wann nicht. Da ruft der Regisseur Helmut Staiger "Danke!". Die Schüler im Sitzkreis werden von einem riesigen Scheinwerfer ausgeleuchtet. Über dem Kopf der Schülerin schwebt ein Mikrofon. "Können wir das gerade nochmal machen?", fragt der Regisseur hinter der Kamera. Die Schülerin nickt. "Ton läuft", meldet ein Schüler, der assistiert. "Kamera läuft", meldet Staiger, "und bitte!"

Helmut Staiger ist eine etablierte Größe im Filmgeschäft. Er hat Dokumentationen für den SWR und RTL gedreht. Hauptsächlich allerdings macht er Image- und Industriefilme für große und kleine Unternehmen. "Für Daimler bin ich beispielsweise sehr häufig im Einsatz, wenn es etwa um filmische Arbeiten für eine Fahrzeug-Neuvorstellung geht", erzählt er. Neben dieser Tätigkeit engagiert sich Staiger auch im kulturellen Bereich, meist über die Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung (LKJ). Über das Bewerbungsfilmprojekt "Von Standby auf aktiv" lernte er die Schloss-Schule kennen, wo er mit Schülern Bewerbungsfilme drehte.

"Dann tauchte irgendwann in einem Gespräch die Idee auf, für die Homepage der Schule einen Imagefilm zu produzieren", berichtet Staiger. So sei eines zum anderen gekommen. "Ich war von Anfang an von der Idee angetan, dass wir zeigen können, was für wertvolle Arbeit an unserer Schule geleistet wird", erzählt Lehrerin Monika Wiechert. Sie und der Teach First Fellow Felix Buchbinder konzipierten den Film und betreuten seine Umsetzung bei den Dreharbeiten. "Wir haben in Rücksprache mit den Kollegen einen genauen Drehplan erarbeitet", erzählt Buchbinder. Es habe dann ja auch toll geklappt.

"Der Sinn des Films ist es, die Schloss-Schule in ihrer ganzen Vielfältigkeit zur Darstellung zu bringen", erläutert Rektor Rainer Gonser. Wer gute Arbeit mache, der solle ruhig auch darüber reden.

Die Idee zum Film sei aus dem Kollegium heraus entstanden. "Die Schloss-Schule hat viel zu bieten, von der Berufswegeplanung über die Demokratieerziehung bis hin zur Ganztagesschule", sagt Gonser. Das sei zwar in Text und Bild alles schon auf der Homepage beschrieben, aber bewegte Bilder seien etwas ganz anderes. Der Film wecke sicher Interesse, und wer sich vertiefen wolle, der werde die Details den Texten entnehmen.

Um den Film zu finanzieren, konnte das Filmteam lokale Betriebe als Sponsoren gewinnen. "Wir arbeiten seit Jahren mit der Schloss-Schule zusammen", erzählt Hans-Peter Kurr, Geschäftsführer des Autohauses Schänzlin, das auch Bildungsparter der Schule ist, "da war es für uns klar, dass wir dieses Projekt unterstützen". Ebenso sahen es Elektro Hecht, Vollkornbäckerei Berger, Bäckerei Keim, Landschaftsgärtnerei Mürdter, Malerbetrieb Heinrich Schmid, Landmaschinen Mollenkopf sowie Volksbank und Kreissparkasse. Sie alle unterstützten die Finanzierung des Filmprojekts.

Helmut Staiger dreht eine Szene im Flur. Der Zehntklässler Marc Plankenhorn steht hinter ihm und lässt die Mikrofonangel über den Köpfen der Schüler schweben. "Ich absolviere nach der Zehnten eine Ausbildung als Mediengestalter, da habe ich mich schon über die Möglichkeit gefreut, hier dabei zu sein", lacht er. Sein Klassenkamerad Dominik Steppa richtet den Scheinwerfer aus und baut die technischen Geräte auf, wo sie gebraucht werden. "Ohne die beiden hätten wir den straffen Drehplan gar nicht einhalten können", lobt Helmut Staiger.

Er werde sich jetzt über den Sommer Zeit nehmen für den Schnitt des Filmes. Sechs bis acht Minuten soll er lang werden. Keine leichte Aufgabe, meint Staiger: "Die Schloss-Schule in sechs Minuten, das wird schwer!" Premiere des Films ist im Herbst.

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