Samariterstift: Ausstellung über Alzheimer

Heim oder daheim? Die Ausstellung "Plötzlich dement - und was jetzt?" beginnt am Mittwoch, 14. Januar, um 19 Uhr im Pfullinger Samariterstift.

|

Pflegen zu Hause oder im Heim? - ein Impuls wird von Hartwig von Kutzschenbach, Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg sowie Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes für alte Menschen im Kreis Esslingen, zu hören sein. Zwei Angehörige berichten aus ihren unterschiedlichen Erfahrungen der Pflege "Blaue und graue Tage" - Porträts von Demenzkranken und ihren Angehörigen. Bei der Vernissage gibt es eine Einführung von Nicole Hartmann von der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg.

Plötzlich ist alles anders: Fast alle Söhne und Töchter stehen irgendwann vor der Frage: Wie umgehen mit älter werdenden Eltern? Und dann tritt nach einer Krankheit oder einem Unfall plötzlich der Fall ein: Eine Pflege ist notwendig - allein zu Hause geht nicht mehr. Vermehrt stehen Söhne und Töchter vor der Situation, dass plötzlich eine demenzielle Entwicklung eintritt - manchmal schleichend, manchmal plötzlich und massiv.

"Ich habe meinen Eltern versprochen - niemals ins Heim!". Mit einem solchen Versprechen leben viele und pflegen die Eltern selbst zu Hause. Die Erfahrungen sind manchmal beglückend und manchmal schwierig. Durch die Krankheit und die hohe Belastung gerät das Verhältnis zu den Eltern unter Umständen aus der Balance. Viele stehen vor der Frage: Wann ist es besser zu Hause zu pflegen und wann ist eine Betreuung in einem guten Pflegeheim besser für alle Beteiligten? Wo bekommen die Eltern die beste Betreuung?

Die Fotografin Claudia Thoelen hat die Bilder für die Ausstellung "Blaue und graue Tage" gemacht. Vier Paare haben sich auf ein Experiment eingelassen, über einen längeren Zeitraum immer wieder Porträtaufnahmen anfertigen zu lassen. Sie haben Einblicke in einen persönliche Sphäre erlaubt, die nun dazu helfen, mehr Öffentlichkeit, Information, Verständnis, Unterstützung und vor allem mehr Anerkennung für pflegende Angehörige zu erreichen.

Info Die Ausstellung ist vom Mittwoch, 14. Januar, bis Montag, 9. Februar, im Samariterstift Pfullingen, Hohmorgenstraße 15, zu sehen. Veranstalter ist die Pfullinger Stiftung "Zeit für Menschen" und die Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg. Der Eintritt ist frei.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo