Rote Kerzen und Schmuckbänder

Zum zehnten Mal seit Bestehen des Umweltbildungszentrums Listhof war "Adventskränze binden" angesagt. Zu drei Veranstaltungen kamen insgesamt 60 Teilnehmer und erstellten wahre Schmuckstücke.

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Die Familie Bürkner aus Apfelstetten beim Adventskranz binden.  Foto: 

Adventskränze binden hat im Umweltbildungszentrum (UBZ) Listhof Tradition. Weil der Zuspruch so groß wie nie zuvor war, fand ein Kurs am Donnerstag- und deren zwei am Freitagabend statt. Erstmals war "Adventskränze binden für Kinder mit Hilfe eines Elternteils" angesagt. Unter der Anleitung der "Listhof-Basteltante" Tanja Rau fertigten die 60 Frauen und ein einziger Mann sowie 15 Buben und Mädchen zunächst jeweils das Grundgerüst aus einem biegsamen Weidenast oder sie entschieden sich für die einfachere Variante, einen vorgefertigten Strohkranz.

Danach fiel es der an allen drei Kursen munteren Schar schwerer, zumal die Tische im Seminarraum rappelvoll waren mit einer prächtigen Auswahl an Materialien. Zweige von Weißtanne, Kiefern und Bux, Stechpalme, Thuja und Efeuranken hatte Listhof-Mitarbeiter Markus Schwegler aus seinem Eninger "Krüger-Park" frisch geschnitten bereitgestellt. "Der hat sich diesmal selbst übertroffen", urteilte die Leiterin der drei Kurse. Farbenprächtige Früchte von Zieräpfeln, Ebereschen, Feuerdorn, Schneebeere, Schlehen, Hagebutten sowie Flechten, bemooste Rindenstücke, Samenstände verschiedener Blütenpflanzen und Zapfen lagen ebenfalls bereit. Das Grün von Fichten und Wacholder stammte aus dem Naturschutzgebiet Listhof. "Ganz ungewöhnliche Sachen, eine super Auswahl", fanden die Frauen mit Kennerblick. Das nicht nur deshalb, weil sie für das Ganze an das UBZ nur acht Euro zu bezahlen hatten. Zum vierten Mal in Folge war Claudia Floten gemeinsam mit ihrer zwölfjährigen Tochter Selina beim Adventskranz binden dabei. Nach weniger als zwei Stunden konnten sie "einen länglichen Kranz für den Wohnzimmertisch der Großeltern und einen großen Adventskranz fürs eigene Wohnzimmer" vorweisen, Selina noch zusätzlich einen kleinen Kranz. Als fleißige Zuarbeiter beteiligten sich die beiden achtjährigen Ohmenhäuser Freunde Luca und Noah, deren Mütter zunächst "noch keinen Plan" hatten. Nur so viel verrieten sie: "Es wird ein Adventskranz für alle." Es sollten wahre Prachtstücke werden. Die weiteste Anfahrt hatten Daniel und Nadine Bürklen, die mit ihren Mädels Johanna und Helene aus Apfelstetten bei Münsingen ins UBZ gekommen waren. "Weil uns das auf Advent einstimmt und weil es Spaß macht, Adventskränze und Gestecke gemeinsam zu binden. Zudem bekommt man hier viele gute Tipps", meinte eine der Frauen und hatte ihre Mitstreiterinnen spontan auf ihrer Seite.

Eines hatten die 60 Adventskranz-Binder am Ende gemeinsam: Nahezu alle wollen sie ihre Schmuckstücke zu Hause "ganz traditionell" mit zumeist roten Kerzen und auch roten Schmuckbändern endgültig fertigstellen.

Erfreut äußerte sich auch Tanja Rau: "Es ist toll, dass es noch Frauen gibt, die ihre Adventskränze und -gestecke selber machen. Das Ergebnis ist fantastisch, unglaublich." Dass bei der zehnten Auflage so viele kamen wie nie zuvor, das freute sie besonders. "So stirbt die schöne Tradition nicht aus."

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