Rollstuhl-Sportler trainieren hier mit der Weltbesten

Gutes tun sie beide, die Fechtabteilung der TSG Reutlingen und der Rotary Club Reutlingen-Tübingen Süd. Rotary-Vorsitzender Prof. Dr. Bernhard Jakober übergab jetzt eine 3000- Euro-Spende an die Fechter.

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Für den Rotary Club gehört soziales Engagement zum festen Programm. Seit 25 Jahren gibt es den Reutlingen-Tübingen-Ableger der Rotary-Organisation, der derzeit 60 Mitglieder zählt. Seither engagiert sich der Club in der Region für soziale Projekte. Aber auch überregionale und internationale Hilfsprojekte werden, zusammen mit anderen regionalen Club-Ablegern und der internationalen Dachorganisation, unterstützt. So beispielsweise ein Wasserprojekt in Angola.

Einmal im Jahr ist quasi "Spendenvergabe". Über das Jahr füllen die Mitglieder einen gemeinsamen Spendentopf, noch ohne zu wissen, an wen die Spenden schließlich konkret vergeben werden. Ein Beirat entscheidet letztendlich aufgrund von Vorschlägen der Mitglieder, wer unterschiedlich große Teile aus dem Spendentopf bekommen soll.

In diesem Jahr gehört die Fechtabteilung der TSG zu den Glücklichen, die sich über eine Spende der Rotarier freuen dürfen. Zur Spendenübergabe waren nun der Rotary-Präsident Prof. Dr. Bernhard Jakober und die Gemeindienstbeauftragte des Clubs, Sabine Dörr, in die Reutlinger Storlachhalle zu den Fechtern gekommen. Die Spende soll ganz konkret die Inklusionsarbeit in der Abteilung unterstützen. Bei den TSG-Fechtern trainieren inzwischen acht Rollstuhlfechter gemeinsam mit den "Fußgängern". Eine Trainingskonstellation, von der beide Seiten wunderbar profitieren.

Aber das Rollstuhlfechten kostet eben auch Geld. Mit der Spende sollen spezielle Rollstühle und Fechtgestelle für die Rollstuhlfechter angeschafft werden. Ein Teil der Spende soll auch in die Kosten des Fahrdienstes für die Rollstuhlfechter fließen und - last but not least - die Lehrgangsteilnahme zur Trainerausbildung von Simone Briese-Baetke unterstützen. Mit Simone Briese-Baetke hat die TSG Fechtabteilung die derzeit beste Rollstuhlfechterin der Welt in ihren Reihen.

Für die Teilnehmer in der Rollstuhlgruppe ist das natürlich eine unglaubliche Motivation, eine solche Spitzensportlerin auf ihrem Weg zu Weltcupsiegen, internationalen Meisterschaften und ihrem Weg zur Teilnahme an den paralympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro zu erleben und begleiten zu können.

Simone wird demnächst auch ihre zertifizierte Trainerin sein. Mitte Februar wird Simone Briese-Baetke ihren Trainerlehrgang abschließen - und ist dann weltweit die erste Trainerin im Rollstuhlfechten, die auch selbst im Rollstuhl sitzt. Briese-Baetke selbst sieht das als gelebte Inklusion.

Die Rollstuhlsportler werden durch den aktiven Sport für den Alltag gestärkt, mental wie körperlich. Und wenn die Trainerin von ihren Sportlerinnen und Sportlern erfährt, dass der Sport teilweise größere Fortschritte bringt als die notwendige Physiotherapie, ist das doch die schönste Rückmeldung. Wie viel Spaß die Rollstuhlsportler haben, davon konnten sich Bernhard Jakober und Sabine Dörr in der Sporthalle mit einem Blick in glückliche Augen überzeugen.

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