Roadshow soll die Azubis aufs Elektrofahrrad holen

Pedelecs und E-Bikes versprechen ein Riesengeschäft zu werden. Trotzdem will der Markt zunächst angeschoben sein. Grund genug, für die elektrisch beschleunigten Räder die Werbetrommel zu rühren.

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Junge Leute auf die Elektro-Bikes bringen will die Aktion, die gestern bei der IHK startete. Foto: Jan Zawadil

"Schwitzen war gestern" ist die vom Bundesverkehrsministerium finanzierte IHK-Aktion überschrieben, mit der jetzt vor allem Azubis für E-Bikes und Pedelecs begeistert werden sollen. Denn obwohl die Fahrräder mit Elektro-Unterstützung zweifelsohne ihren Reiz haben, genießen sie nach wie vor den Ruf eines "Ältere-Herrschaften-Gefährts" und erinnern immer noch ans Velo mit Hilfsmotor.

Während es das vom Grundsatz her nach wie vor ist, hat sich trotzdem eine Menge getan. Denn zwischenzeitlich hat sich der Elektro-Antrieb durchgesetzt und wird genauso in sportlich durchgestylten Modellen verbaut - auch wenn angesichts des Akkus zum Teil ein Gesamtgewicht von 30 Kilo erreicht wird und vor allem Technikaffine, die auf jedes Gramm achten, davon abschrecken dürfte.

Hinzu kommt, dass Pedelecs letzten Endes nicht völlig ohne Kohlenstoffdioxid-Ausstoß auskommen. Schließlich kommt der Strom aus der Steckdose, muss zunächst erzeugt werden und stammt eben noch nicht überall zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien.

Erst nach einer gelungenen Energiewende dürfte es sich also ganz ohne schlechtes Gewissen radeln lassen. Bevor es so weit ist, hat die IHK gestern aber schon den Startschuss für ihre Aktion mit dazugehöriger Roadshow gegeben, mit der vor allem jungen Leuten mit ersten selbstverdienten Euros Lust aufs Elektro-Rad gemacht werden soll.

In den beiden kommenden Jahren werden 39 gleichartige Veranstaltungen mit Rundkurs folgen. Damit sollen letztlich alle Auszubildenden im Kammerbezirk erreicht werden und die Möglichkeit zu einer Testfahrt erhalten. Und wer da auf den Geschmack gekommen ist, kann sich zunächst eines der Räder eine Woche leihen - allerdings unter der Voraussetzung, dass mindestens ein bis zwei Mal zum Arbeitsplatz gestrampelt wird und man sich anschließend an einer Befragung der Uni Tübingen beteiligt.

Trotzdem: "Die Aktion soll sehr viele Menschen erreichen", sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Epp gestern. Gehe es doch darum, dass mehr Azubis Radfahren sollten.

Eine weitere Triebfeder der jetzigen Roadshow sei zudem das im März vergangenen Jahres gegründete Netzwerk "E-Bike/Pedelecs", an dem sich 24 Mitglieder beteiligen, die vom Bau bis zum Vertrieb mit den neuen, modernen Rädern zu tun haben.

Während Epp darüber hinaus den gesellschaftlichen Konsens für ein verstärktes Radfahren und damit die Nutzung der Räder mit E-Motor anführte, ergänzte er: "Mit Pedelecs geht vieles leichter." Zudem seien die Betriebskosten günstiger als die eines Autos oder Rollers. Letztlich gehe es aber genauso darum, den Radfahrern und Pedelec-Fahrern mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

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