Ringelbach: Besseres Leben für alle im Sinn Auftakt mit über 100 Engagierten

Sie wollen ihr Umfeld im Ringelbachgebiet mitformen, es "lebenswert" machen. Am Samstag wurde dazu die Startflagge in der Kreuzkirche gewinkt.

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Der Auftakt zum Projekt "Lebenswert" ist gelungen.  Foto: 

Erstaunlich. Wer gedacht hatte, dass samstagmorgens doch wahrlich jede und jeder andere Sachen zu tun hat als in das Gemeindehaus der Kreuzkirche zu kommen, der sah sich schwer getäuscht. Deutlich mehr als 100 höchst engagierte Personen waren gekommen, um sich zu informieren oder um eigene Projekte vorzustellen, die im Ringelbachgebiet bislang angedacht sind, die schon die ersten Erfahrungen gesammelt haben oder auch solche, die schon seit Jahren erfolgreich laufen.

Letzteres etwa trifft auf das Patenprojekt zu, bei dem sich Ehrenamtliche bemühen, den Übergang von der Schule in den Beruf für Abgänger der Eduard-Spranger-Schule zu erleichtern. Ein Projekt, das sich laut Otto Haug längst bewährt hat. Haug ist neben Annette Nagel und Kreuzkirchen-Pfarrer Stephan Sigloch im Projektteam mit dabei, Diplom-Pädagogin Susanne Stutzmann wurde als Koordinatorin gewonnen. Sie soll eingebrachte Ideen sammeln, Projekten in der Startphase helfen, sie vernetzen und Brücken bauen, wie Stutzmann selbst am Samstag betonte.

Referent Hannes Wezel vom Stuttgarter Staatsministerium, der sich selbst als "Netzwerker par excellence" sieht, zog verbal den Hut vor all den Projekten, die am Samstag von den Verantwortlichen kurz vorgestellt wurden. Wie etwa "Mahlzeit", ein gemeinsames Essen, zu dem einmal im Monat bis zu 160 Menschen ins Kreuzkirchengemeindehaus kommen. Oder der Besuchsdienst, der zu Einsamen, neu Hinzugezogenen, Älteren geht. Ein Renner ist der Freundeskreis der Kreuzkirchengemeinde, der zusammen mit dem türkischen Kultur- und Integrationsverein sowie der Yunus-Emre-Moschee schon seit mehr als vier Jahren gemeinsame Ausflüge, Grillen oder Singen organisiert.

"Sie machen ganz vieles ganz richtig", betonte Hannes Wezel und machte Mut. Den digitalen Marktplatz, der im Internet möglichst im Frühjahr starten soll, würde Wezel durch die Begegnung von Mensch-zu-Mensch ergänzen sowie durch eine Litfaßsäule. Und: Wichtig sei es, die Träume nicht aufzugeben. Ein paar wenige hatte Annette Nagel zu Beginn formuliert: "Ich träume davon, dass wir in ein paar Jahren ein Stadtteilbüro hier haben." Oder, dass Migranten sich hier schneller heimisch fühlen.

"Für jede Bewegung, die entsteht, braucht es Menschen, die mitmachen", sagte Anke Bächtiger von der Stabsstelle Bürgerengagement der Stadt in ihrem Grußwort. Ein dickes Lob gab sie an die Aktiven in der Kreuzkirchengemeinde und im ganzen Ringelbachgebiet weiter: "Sie wollen die Vernetzung auf vielen Ebenen, um ein besseres Leben für alle zu erreichen - Ihr Engagement bleibt unbezahlbar", betonte Bächtiger. Als Pfarrer Stephan Sigloch nach weiteren Ideen fragte, die von den rund 120 Interessierten an diesem Morgen mitgebracht wurden, kam ein deutliches Bereitschafts-Signal der katholischen Kirchengemeinde, sich ebenfalls einzubringen. Am 5. März trifft sich übrigens der "lebenswert"-Lenkungskreis um 20 Uhr in der Kreuzkirche.

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