Reutlingen soll noch schöner werden

Das Flickwerk in der Kanzleistraße zwischen Rathaus und Oberamteistraße soll verschwinden, hat der  BVUA diese Woche beschlossen.

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„Schon beim Streit um die Konkurrenz durch die Metzinger Outlets haben wir von der CDU-Fraktion gesagt, die Stadt muss besser werden und deshalb müssen die Maßnahmen für mehr Attraktivität auch durchgeführt werden“, betonte Rainer Löffler im Ausschuss Bau-, Verkehr- und Umwelt des Gemeinderats diese Woche. „Die Kanzleistraße gehört mit dem Marktplatz zum Herzstück der Stadt und muss deshalb auch saniert werden.“

Bevor der Marktplatz tatsächlich an der Reihe ist, soll nun mit der Kanzleistraße erst noch das restliche Umfeld gerichtet werden, betonte Dr. Katrin Korth, Leiterin der städtischen Abteilung Straßenplanung, Grünflächen, Gewässer und Umweltschutz. Zwei Alternativen gebe es dafür: Zum einen die „Wiederherstellung des bisherigen Zustands“ – die Kosten dafür würden sich laut Korth auf rund 80?000 Euro belaufen. Der Nachteil: Das brächte „keine Verbesserungen für Beleuchtung, Sitzgelegenheiten, Fahrradabstellanlagen oder mobiles Grün“.

Katrin Korth weiter: „Die grundsätzliche Frage lautet, ob wir die Planung zusammen mit dem Marktplatz betrachten oder unabhängig.“ Edeltraut Stiedl (SPD) dazu: „Es wäre schön gewesen, die Marktplatzgestaltung und die Kanzleistraße gemeinsam anzugehen.“ Doch dem Marktplatz ein neues Gesicht zu verpassen, das wird wohl noch einige Zeit warten müssen. Genau das bemängelte aber Regine Vohrer (FDP): „Auch im Hinblick auf die Outlets müssen wir die Marktplatzgestaltung möglichst schnell angehen.“

Entschieden hat sich der BVUA diese Woche für einen neuen Belag in der Kanzleistraße, der im Stil der vor wenigen Monaten fertiggestellten Oberamteistraße aussehen soll. Die Stadt muss laut Korth nach Abzug der Städtebauförderung und einem Kostenanteil der Fair-Netz noch 268?000 Euro für diese Maßnahme aufbringen. Aber: Die Realisierung müsse im kommenden Jahr zwingend erfolgen, betonte die Abteilungsleiterin. Weil ansonsten der Zuschuss vom Land in Höhe von 72?000 Euro ausbleiben würde. „Wir wollen im Frühjahr 2017 mit dieser Maßnahme beginnen, die Bauzeit würde sechs bis acht Wochen betragen“, sagte Katrin Korth.

Ebenfalls mit einem ansprechenderen Outfit versehen werden soll die Aulberstraße. Dort werden, wie in vielen anderen Reutlinger Straßen in der Oststadt, ebenfalls gerade Fernwärmeleitungen verlegt. Zwar sei die Aulberstraße zwischen Garten- und Metzgerstraße nicht „Bestandteil des Grundsatzbeschlusses der Altstadtsanierung aus dem Jahr 2008“. Aber: Dabei handle es sich immerhin um eine Querverbindung zwischen Alt- und Oststadt, die von Fußgängern stark frequentiert werde. „Die Bedeutung durch die Bustrasse wird künftig noch höher sein“, betonte Korth.

Die Neugestaltung solle hier „in Anlehnung an die Metzgerstraße erfolgen“, auch dort sei die Realisierung und Abrechnung zwingend im kommenden Jahr vonnöten – mit einem Kostenanteil der Stadt von rund 190 000 Euro. Dem stimmten die Fraktionen zu, und Holger Bergmann (Grüne) bemerkte: „Die Aulberstraße ist auch eine wichtige Radverbindung in die Oststadt.“ Er regte an, diesen Teil als verkehrsberuhigte Zone auszuweisen. Stiedl hingegen merkte an, dass grundsätzlich mal Gedanken über Radwege von der Ost- in die Altstadt gefordert seien. „Stellen Sie sich mal vor, Sie müssten als Autofahrer x-mal aussteigen und ihr Fahrzeug schieben, um von A nach B zu kommen.“

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