Rekordergebnis bei Deponie

Bei der Beseitigung des Aushubs aus dem Scheibengipfeltunnel war der Erddeponieverband Eningen-Metzingen der Stadt Reutlingen zur Hilfe gekommen. Das schlägt sich deutlich in den Zahlen nieder.

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. Ursprünglich war zwischen dem Erddeponieverband Eningen-Metzingen und der Stadt Reutlingen vereinbart worden, 159 000 Kubikmeter Erde aus dem Scheibengifeltunnel auf der Deponie Renkenberg aufzunehmen. Bis Februar waren jedoch weitere 70 000 Kubikmeter dazu gekommen. Weil die engen Vorschriften eine Einlagerung auf Reutlingens eigener Deponie "Sauerer Spitz" unmöglich gemacht hatten, bat die Verwaltung nun um einen erneuten Einbau von 50 000 Kubikmetern, den die Mitarbeiter momentan bewältigen. Aufgrund des guten Wetters ginge es rasch voran, informierte Bürgermeister Alexander Schweizer die Mitglieder.

Dass der ehemalige Steinbruch mit dem zusätzlichen Aufkommen an seine Grenzen stößt, wird schon an den Zahlen deutlich. Bewältigte die Deponie 2011 noch vergleichsweise geringe 78 000 Tonnen, rollten im letzten Jahr rund 462 000 Tonnen - das vorläuffige Rekordergebnis- auf LKWs auf die Deponie. "Da sieht man, was die Mitarbeiter geleistet haben", sagte Norbert Rupp, der die Geschäfte des Verbands abrechnet, anerkennend. Finanziell schlägt dieser Mehraufwand ebenfalls zu Buche. Im Haushaltsansatz waren für 2013 Gebühreneinnahmen von 430 000 Euro veranschlagt. Rupp schätzt diese nun auf über eine Million Euro.

Um die Anwohner zu schonen, umfuhren die Lastwagen Eningens Wohngebiete. Zudem sorgten sich die beiden Verbandsgemeinden um eine Verschmutzung des Albaufstiegs. Die Deponiemitarbeiter behalfen sich daher mit einer "natürlichen Reifenwaschanlage". Durch den Aushub wurde eine Wassergrube geschaffen, in der die LKWs vor Verlassen des Grundstücks ihre Reifen grob säuberten. Da aber auch das tiefliegende Loch über kurz oder lang verfüllt werden soll, musste eine andere Lösung her. Daher hat der Verband für 2014 einen vom Forsthof ausgehenden Wasseranschluss für rund 58 000 Euro beschlossen. Eine mechanische Reinigungsanlage hält man für unnötig.

Insgesamt ist für den Haushalt von 2014 ein Gesamtvolumen von 875 000 Euro angesetzt. Der Vermögenshaushalt von 736 000 Euro wird hauptsächlich von den kalkulierten Gebühreneinnahmen von 550 000 Euro getragen. Der relativ hohe Betrag kommt dadurch zustande, dass die Zahlung größerer Einlagerungsmengen erst 2014 fällig wird. Durch die hohe Auslastung kann der Vermögenshaushalt sogar um rund 100 000 Euro und die Rücklagen um rund 16 000 Euro angefüttert werden. Aufgrund der 2013 gestiegenen Einnahmen würden sich dann im Sparstrumpf weit über zwei Millionen befinden, überschlug Rupp.

Im Vermögenshaushalt sind neben dem Wasserananschluss weitere Investititionen vorgesehen. Renkenberg wird aufgrund der hohen Einlagerungsmengen etwa fünf bis zehn Jahre früher als gedacht aufgegeben werden müssen. Daher hat sich der Verband entschlossen, jetzt die Deponieerweiterung Eichberg einzuleiten, so dass die Anlage in zehn bis 15 Jahren bereit ist.

Im Zuge dieser Planungen entschieden die Mitglieder, die aus dem Jahr 1977 und 1982 stammenden Container, die die Mitarbeiter als Aufenthaltsraum nutzen, durch einen neuwertigen für 37 000 Euro zu ergänzen. Das soll zugleich mit dem neuen Wasseranschluss bessere hygienische Bedingungen bieten. Klaus Rümmelin hakte daraufhin nach, ob ein festes Gebäude nicht sinnvoller wäre. Da die Deponien nur zeitlich begrenzt genutzt werden, erachtete Schweizer das als unnötig. Und: Man bekomme die Container danach leicht wieder los.

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