Reicherter wieder Schützenkönig Sommerschießen der Schützengilde

Beim Sommerschießen der Schützengilde konnte Dr. Eckart Reicherter sich zum dritten Mal die Königskette umlegen lassen. Geschossen wurde stehend angestrichen mit dem historischen Feuerstutzen.

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Alle Sieger des Sommerschießens der Schützengilde Reutlingen von 1290 auf einen Blick.  Foto: 

Gewertet wurde der beste Teiler, das heißt die Entfernung vom Mittelpunkt der Scheibe. Je geringer diese Entfernung ist, desto kleiner ist auch der Teiler. Mit einem 1722er Teiler gelang Reicherter ein guter Schuss, der auch nötig war, denn der erste Ritter, Dr. Harald Barth, war ihm mit einem 1786er dicht auf den Fersen. Zweiter Ritter wurde Hans Mikschy, dritter Ritter Fritz-Jörg Boley. Insgesamt nahmen 42 Schützen am Königsschießen teil. Beim Kronprinzenschießen, dem Königsschießen der Jugend, löste Donovan Timm seinen Bruder Cederic ab, der im vergangenen Jahr Kronprinz wurde.

Weitere geschossene Disziplinen waren das Glückschießen zehn Meter Luftgewehr bei dem sich auf den ersten drei Plätzen Konrad Walter (31 Teiler), Hartmut Gärtner (52 Teiler) und Dr. Eckart Reicherter (113 Teiler) platzierten. Das Glückschießen zehn Meter Luftpistole gewann Hans Trissler mit einem 51 Teiler, eine stolze Leistung für einen Seniorschützen von 82 Jahren. Den zweiten und dritten Platz belegten Dr. Stefan Braun (225 Teiler) und Erwin Grotz (235 Teiler).

Auch für die Sportpistole auf 25 Meter wurde ein Glückschießen durchgeführt. Wie auch in den andern Glücksdisziplinen wurden fünf Schüsse ohne Probe abgegeben. Als besonders treffsicher zeigte sich wieder einmal Martin Greber, der den Sieg mit einem 804 Teiler davon trug. Zweiter wurde Flemming Büttner (1210 Teiler), gefolgt von Klaus Simschek auf dem dritten Platz (2004 Teiler). Flemming Büttner gehört zu den Gästen der Gelben Westengilde aus Eckernförde, die auch beim Umzug des Schwörtags am Sonntag, 13. Juli, teilnahmen. Diese waren leicht zu erkennen an ihren schwarzen Anzügen mit Zylinder und gelber Weste, die der Bürgerschützengilde auch ihren Namen gab.

Beim Glückschießen Kleinkaliber 50 Meter platzierten sich der Schützenkönig des Vorjahrs, Konrad Walter (28 Teiler), Erwin Grotz (80 Teiler), knapp gefolgt von Dr. Eckart Reicherter (81 Teiler). Ein Abstand, der dem kleinsten schwäbischen Maß, dem "Muggaseggele" entspricht.

Eine besondere Attraktion ist der Bienenpokal. Seit Jahren gestiftet von Gildebruder Rudolf Erkert. Der Sieger war in diesem Jahr Hans-Jürgen Reutter. Er darf nicht nur den Wanderpokal für ein Jahr sein eigen nennen, sondern erhält auch ein Pfund besten Honig, der in früheren Jahren von den fleißigen Bienen Rudolf Erkerts gesammelt wurde.

Eine spezielle Disziplin ist das Schießen mit der Armbrust auf zehn Meter. Der Wanderpreis ist hier kein Pokal, sondern eine Bronzefigur, die Wilhelm Tell mit Armbrust und Sohn darstellt. Diese hat ein Gewicht von über zwölf Kilo und ist mehr als 70 Zentimeter hoch. Gewonnen hat ihn Margrit Scharf mit einem sehr guten 76 Teiler. Dabei hielten sich Stolz über den guten Schuss und Bedenken "Wie kriege ich den bloß nach Hause?" die Waage.

Die letzte absolvierte Disziplin war der Alterspokal. Die Teilnahme ist hier den älteren Schützen vorbehalten, was das Siegen aber nicht leichter macht. Geschossen wird mit dem Luftgewehr auf zehn Meter und dem Zimmerstutzen auf 15 Meter. Gewertet wird die Summe der besten Teiler aus beiden Disziplinen. Hierbei lagen unter dem Strich die Ergebnisse doch überraschend dicht beieinander. Den ersten Platz erreichte Konrad Walter mit einem Gesamtteiler von 497, gefolgt von Rudolf Erkert (520) - der mehr kann, als nur Honig stiften - und Herbert Ernst (523).

Nach der Siegerehrung ergriff Jörg Czarnowski, der Erste Vorsitzende der Gelben Westengilde aus Eckernförde das Wort. Er überreichte Oberschützenmeister Erwin Grotz die Gastgeschenke, die aus mehreren Kisten frisch geräucherter Sprotten, Süßigkeiten aus der Bonbon-Kocherei Eckernförde und diversen alkoholische Spezialitäten wie beispielsweise Kartoffelschnaps bestanden. Kieler Sprotten kommen nämlich aus Eckernförde und werden dort von Gildebruder Berndt Kruse geräuchert. So waren auch diese frisch geräucherten Sprotten ein Geschenk von ihm an die Schützengilde Reutlingen.

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