Realschule: WHR-Spirit trägt in die Zukunft

"Ich möchte hier an meiner Schule eine pädagogische Heimat haben ", sagt Jochen Wandel, der sich den Job an der WHR gezielt herausgepickt hat.

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Aussagen wie: "Kinder sollten Schule als gelingendes Modell erleben. Wir haben viel Kostbares zu verantworten. Was hier erarbeitet wurde, ist das Rüstzeug der Zukunft. Die Schule sucht ihresgleichen in der Entwicklung", gehen dem neuen Konrektor an der Wilhelm-Hauff-Realschule leicht von den Lippen. Jochen Wandel ist an einer Schule angekommen, die sich in einem offenen Prozess den Herausforderungen einer Schülerschaft stellt, die "heterogener ist, als so manche Gemeinschaftsschule: Wir haben ein Drittel mit einer Gymnasial-Empfehlung und einige Schüler, die auch auf der Hauptschule gut aufgehoben wären". Was Wandel unter "Heterogenität" versteht, ist: Leistungsvielfalt, unterschiedliche Interessen, Inklusion, Integration ... "Man kann das auch als Chance begreifen, die Schulart weiterzuentwickeln. Das versuche ich hier zu leben."

Was der Einzelne aus seinen Perspektiven macht, baut auf Motivation, Perspektiven und Teamgeist. Dass sich Jochen Wandel an die Wilhelm-Hauff-Realschule beworben hat, war kein Zufall: "Ich wollte unbedingt hierhin. Die WHR ist eine fortschrittliche Schule mit tollen Kollegen und einer Schulleitungsebene, auf der Platz für konstruktive Kritik und Humor ist".

Gerade mal Ende 30 hat sich der Mann vom Realschulseminar in Reutlingen in der näheren Umgebung bereits ein breites Spektrum erarbeitet kennengelernt: Als Realschullehrer für Deutsch, Musik und Religion, als Referendar an der Realschule in Münsingen, als Lehrer an der ehemaligen Realschule in Kirchentellinsfurt und im Schulleitungsteam der Evangelischen Jenaplan-Gemeinschaftsschule am Firstwald in Mössingen mit ihrem reformpädagogischen Ansatz.

Ein paar Dinge, so Wandel, werden in Zukunft so oder so kommen: "Herausforderungen, die die Inklusion mit sich bringt. Wir haben schon viele Kinder mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen. Auch der Professionen-Mix wird zunehmen, in Richtung Schulsozialarbeit, Heilpädagogik, Ergotherapie. Man wird sich in noch höherem Maß mit den einzelnen Schülerinnen und Schülern auseinandersetzen müssen. Um das Kerngeschäft Unterricht gibt es unglaublich viel Fruchtfleisch. In Zukunft wird es deshalb noch viel dringender, dass Lehrer Supervision bekommen."

Auf der Kante zwischen Bildungs- und Erziehungsauftrag ist für den neuen Konrektor der Wilhelm-Hauff-Realschule klar: "Wir können nicht alle Bälle spielen. Wir werden nie das ersetzen können, was ein funktionierendes Elternhaus leisten kann. Viele Fragen zur künftigen Struktur unserer Schullandschaft lassen sich aus dem Wir an der Schule besser beantworten."

Gemeint ist damit die Gemeinschaft aus Schülern, Lehrerkollegium, Eltern und Schulträger. Den "WHR-Spirit" hat der Neue gleich zum Einstand im Sommer beim Sponsorenlauf mitbekommen.

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