Qualität und stilistische Vielfalt

Bei den städtischen Reihen ist der Kammermusik-Zyklus das "Flaggschiff". Friedemann Rieger, der Leiter, setzt auf "Qualität und stilistische Vielfalt".

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  • Friedemann Rieger, künstlerischer Leiter des Kammermusik-Zyklus (zweiter von rechts), spielt im Menuhin Festival Piano Quartet - links Troels Svane und Nora Chastain, rechts Silvia Simionescu. Fotos: pr/Kulturamt 1/3
    Friedemann Rieger, künstlerischer Leiter des Kammermusik-Zyklus (zweiter von rechts), spielt im Menuhin Festival Piano Quartet - links Troels Svane und Nora Chastain, rechts Silvia Simionescu. Fotos: pr/Kulturamt Foto: 
  • Das Trio Levin-Drescher-Dupree spielt ein vorwiegend impressionistisches Programm. 2/3
    Das Trio Levin-Drescher-Dupree spielt ein vorwiegend impressionistisches Programm. Foto: 
  • Sabine Meyer, die wohl beste Klarinettistin derzeit, konzertiert mit dem Topgeiger Daniel Hope. 3/3
    Sabine Meyer, die wohl beste Klarinettistin derzeit, konzertiert mit dem Topgeiger Daniel Hope. Foto: 
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Kammerorchester, Bläserquintett, Streichquartett, Trio, Duo - schon die Vielfalt der Besetzungen, die der Kammermusik-Zyklus in der kommenden Spielzeit 2015/16 bietet, ist bemerkenswert. Friedemann Rieger, der künstlerische Leiter der Reihe, geht in seine zweite Saison. Ihm steht ein Etat von 130 000 Euro zur Verfügung, die Zahl der Abonnenten liegt bei 200 - nicht schlecht für eine Klassikreihe.

Da wird es Zeit, dass Rieger auch sein "Haupt-Kammermusik-Ensemble" mitbringt, wie er sagt: das Menuhin Festival Piano Quartet (6. Oktober). Die Formation spielt teils auch impressionistisch gefärbte Werke von Gabriel Fauré, Joaquin Turina und Antonin Dvorák - präsentiert also "drei Gesichter der europäischen Spätromantik".

Es folgt ein hoch prominentes Trio (29. Oktober) mit Sabine Meyer, der wohl besten Klarinettistin derzeit, Daniel Hope, dem Ausnahmegeiger, und Alexandre Tharaud, dem vielseitigen Pianisten - die drei mehrfachen Echo-Preisträger führen Ravel, Milhaud und Bartók auf sowie eine instrumentale Fassung von Strawinskys "L'histoire du soldat" auf. Ebenfalls im Großen Saal (alle anderen Konzert finden im Kleinen Saal der Stadthalle statt) tritt das Stuttgarter Kammerorchester auf (21. November). Von Mozart stehen diverse Konzertarien (Sopran: Christiane Oelze) auf dem Programm, zudem dessen berühmte G-Moll-Sinfonie sowie die "Metamorphosen" von Richard Strauss, eine Art "Klagegesang" für 23 Solostreicher, entstanden 1945.

Auf die größte denkbare Kammerbesetzung (kleines Orchester) folgt ein Duo. Die Gebrüder Johannes und Benjamin Moser (Cello/Klavier) bestreiten einen komplett russischen Abend mit Prokofjew und Rachmaninow, dessen populäre und filmmusikalisch ausgeschlachtete "Vocalise" zu den meistarrangierten Stücken überhaupt gehört (17. Dezember). Nach dem Trio Levin-Drescher-Dupree mit Werken zwischen Impressionismus und Moderne (15. Januar) gastiert dann das Mandelring Quartett im Zyklus (18. Februar) - es hat neben Haydn und Dvorák eine Rarität im Gepäck: das 2. Streichquartett des Schreker-Schülers Berthold Goldschmidt, der 1935 zu Zeiten des Nazi-Regimes in die Emigration gehen musste.

Der renommierte Bratschist Nils Mönkemeyer, der schon einmal in der neuen Stadthalle zu Gast war, kommt nun wieder - mit dem Pianisten Nicholas Rimmer bietet er ein Duoprogramm von Schubert bis Britten und Martinu (23. März). Das Philharmonische Bläserquintett wiederum (18. April) setzt sich aus Musikern der Berliner Philharmoniker zusammen. Es spielt Werke wenig bekannter Komponisten, etwa von dem Franzosen Paul Taffanel, von dessen Landsmann Henri Tomasi und von dem 1949 geborenen Finnen Kalevi Aho.

Zum Schluss (31. Mai) zwei international angesehene Pianisten aus Reutlingen sowie Bad Urach (und nebenbei auch frühere Rieger-Schüler): Das Piano Duo Andreas Grau und Götz Schumacher präsentiert ein Werkauswahl von Schubert bis Skrjabin unter dem vielsagenden Motto "Quasi una fantasia".

Karten und Abos gibt's beim Kulturamt der Stadt Reutlingen unter Telefon: (0 71 21) 303-2834 oder per E-Mail an die Adresse kult.veranstaltungen@reutlingen.de.

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