Premiere mit 380 Schülern

380 Jugendliche, zehn Aussteller, drei Durchgänge: Die erste "Beratungsbörse Jugendthemen" war straff durchgeplant. Und doch blieb am Freitag in der Mensa des Gymnasiums genug Zeit für Gespräche.

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Die Pfullinger Jugendgemeinderäte hatten an ihrem Info-Stand jede Menge Fragen zu beantworten.  Foto: 

"Die Jungen und Mädchen kleben ja richtig an den Ständen": Julia Hildebrand, die Pfullinger Jugendreferentin, war gestern Vormittag schon etwas baff, dass die Messe so gut angenommen wurde. "Es läuft besser, als manche vorab geunkt hatten", fand sie. Eine Feststellung, der sich Heiko Jesser, Schulsozialarbeiter am Friedrich-Schiller-Gymnasium, nur anschließen konnte. Er und Hildebrand hatten die Beratungsbörse zusammen mit anderen Sozialarbeitern, mit den Schulen und mit den Lehrern auf die Beine gestellt. "Wobei eine Schülerinnen-Mutter die Idee dazu hatte", so Hildebrand.

In Rommelsbach und in Metzingen gibt's bereits ähnliche Messen. Nun eine Beratungsbörse auf Pfullinger Verhältnisse zuzuschneiden: Daran hat das ganze Vorbereitungs-Team kräftig gearbeitet. Denn: Es sollten nicht nur die Neuntklässler aus Pfullingen - also die von der Uhland-Förderschule, dem Gymnasium, der Real- und der Schloss-Schule - dabei sein, sondern auch die von der Eninger Achalmschule und der Lichtensteiner Werkrealschule.

380 Jugendliche waren es, die gestern in der Mensa des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in drei Durchgängen zu 60 und 90 Minuten die Chance hatten, sich darüber zu informieren, wo sie bei welchen Problemen welche Beratung bekommen. "In der neunten Klasse sind die meisten Jungen und Mädchen 14 Jahre und älter. Da sind sie keine Kinder mehr, sondern Jugendliche. Ihre Themen und Probleme verändern sich. Und sie haben das Recht, selbst eine Beratungsstelle aufzusuchen - ohne die Eltern", weiß Heiko Jesser. Denn aus Sicht der Teenager sind es die Eltern, die "ab einem gewissen Alter schwierig werden". Nicht sie selbst.

"Also geben wir ihnen die Möglichkeit, sich bei der Börse darüber zu informieren, zu wem sie Kontakt knüpfen können", sagt Jesser. Als Gesprächspartner hatten sich gestern das Albbündnis für Menschenrechte, der Arbeitskreis Leben, die Erziehungsberatungsstelle Reutlingen, der Pfullinger Jugendgemeinderat, die Jugend- und Drogenberatung Reutlingen, Pro Familia, Pro Juventa, die Rechtsberatung und der Weiße Ring, die Schulpsychologische Beratungsstelle Tübingen und Wirbelwind e.V. angeboten. Allesamt Einrichtungen, die "sofort zugesagt haben, als wir sie zur Messe eingeladen haben", erklärt Julia Hildebrand, die am Freitag auch positiv überrascht darüber war, dass so viele Feedback-Fragebogen bei ihr abgegeben wurden. "Denn wir wollten von den Schülern ja auch wissen, ob die Börse ihnen was bringt". Schließlich soll die erste Messe nicht die letzte gewesen sein. Eine Fortsetzung ist schon jetzt geplant. Dann mit einer anderen Gastgeberschule. Und natürlich mit neuen Neuntklässlern.

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