Plätze reichen nicht

Die am Montag gemachte Aussage von Landrat Thomas Reumann, dass der Kreis in diesem Jahr voraussichtlich 1900 Flüchtlinge in der Erstunterbringung aufnehmen muss, hatte logischerweise in der Vorlage der Stadtverwaltung vom 29. April nicht berücksichtigt werden können.

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Die am Montag gemachte Aussage von Landrat Thomas Reumann, dass der Kreis in diesem Jahr voraussichtlich 1900 Flüchtlinge in der Erstunterbringung aufnehmen muss, hatte logischerweise in der Vorlage der Stadtverwaltung vom 29. April nicht berücksichtigt werden können. Dennoch ist allen Beteiligten klar, dass sich die Stadt Reutlingen - wie auch die anderen Kommunen im Landkreis, die für die Anschlussunterbringung von Flüchtlingen verantwortlich sind -, auf mehr Asylbewerber einstellen muss. Schließlich ist Reutlingen verpflichtet, 40,31 Prozent der im Kreis verbleibenden Flüchtlinge unterzubringen. "Die Herausforderung, die sich uns stellt, wächst täglich", erklärte Sozialbürgermeister Robert Hahn im Verwaltungs-, Kultur- und Sozialausschuss. Derzeit profitiere die Stadt von der Zeitverzögerung, doch spätestens nach zwei Jahren kommen die Flüchtlinge von der vorläufigen in die Anschlussunterbringung. Wenn der Umbau der Ypernkaserne im August abgeschlossen sein wird, verfügt die Stadt gerade einmal über 65 Plätze.

Zwar liegen noch keine präzisen Zahlen vor, aber die Stadtverwaltung geht davon aus, dass sie heuer Wohnraum für 160 und 180 und in den kommenden drei Jahren für jeweils mindestens 200 Flüchtlinge bereitstellen muss. Die bisher eingeplanten 500 Unterbringungsplätze würden daher, so Hahn, nicht ausreichen. "Im Ergebnis bedeutet dies, dass erhebliche weitere Anstrengungen erforderlich sind und Spielräume für eine Unterbringung über die Mindestvorgaben hinaus nicht bestehen", heißt es in der von Hahn unterzeichneten Vorlage.

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