Pilzerkrankung: Silber-Linde muss gefällt werden

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Ein Baumpilz ist schuld daran, dass eine prächtige Silber-Linde im Stadtgarten sicherheitshalber gefällt werden musste. Der aggressive Wundparasit hatten den Giganten vor zehn Jahren befallen. "Diese ehemals wunderschöne Linde zählt mit ihren 120 Jahren zu den ältesten Bäumen der Stadt. Trotz aller Maßnahmen ist jetzt leider der Zeitpunkt erreicht, wo er gefällt werden muss", betonte Katrin Korth, die stellvertretende Amtsleiterin vom Amt für Tiefbau, Grünflächen und Umwelt. "Es tut uns in der Seele weh, aber es gibt keine Möglichkeit mehr, den Baum zu retten", sagte sie mit Blick auf den am Freitag noch stehenden Hauptstamm der über 20 Meter hohen und exakt drei Meter Stammumfang aufweisenden Silber-Linde im 1902 von Friedrich Lucas, einem Nachkommen des Pomologie-Begründers Eduard Lukas, angelegten Stadtgarten. Schon seit über 40 Jahren war die Silber-Linde (Tilia tomentosa) immer wieder aufwendig saniert worden. Als damals im Stamm ein kräftiger Riss festgestellt wurde, baute man mit Stahlseilen Kronensicherungen ein, die Kontrolluntersuchungen wurden intensiviert.

Bei einer vor zehn Jahren erfolgten Arbor-Schallgeschwindigkeitsmessung mit farbigem Schnittbild als Ergebnis, wurde er dann im Holzinneren zweifelsfrei entdeckt, der Schuppige Porling, ein bei Laubhölzern als Weißfäuleauslöser geltender aggressiver Wundparasit.

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