Pfeife misstraut den Jüngern

Die Emmaus-Jünger, Jesus und Detektiv Pfeife: Sie sind zuständig für die Rahmenstory. Die - nicht unerheblichen - Restarbeiten bei den Kinderbibeltagen übernimmt das Team um Tobias Schulz.

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Schlange stehen am Eingang: Vor allem bei Mädchen sind die Kinderbibeltage beliebt.  Foto: 

Es ist kurz vor 14 Uhr und der Lärmpegel im Paul-Gerhardt-Haus steigt enorm. Und das, obwohl die Begrüßungsmusik ausgefallen ist, weil das Internet gerade keinen Sound hergeben will. Dafür sind die Mädels und Jungs - allesamt Erst- bis Sechstklässler - nicht nur lautstärketechnisch kaum zu bremsen. Sie wollen auch noch so schnell wie möglich in den Saal, in dem die Kinderbibeltage gleich beginnen werden.

Es sind die Jubiläums-Kibita des CVJM Pfullingen, der heuer 150 Jahre alt wird. Donnerstag- und Freitagnachmittag und den ganzen Samstag finden sie in dieser Woche statt und ziehen wieder um die 100 Kinder täglich an. Gemeinsames Singen, biblisches Theater, Arbeit in Kleingruppen, ein Geländespiel im Schlösslespark, Filzen, ein Beauty-Workshop, Notizbücher herstellen, dann ein Psalm und ein Segenslied - und schon ist es Abend. Das Programm der Kibita hat es in sich, das zentrale Thema auch: "Detektiv Pfeife und der geheimnisvolle Dritte".

Dabei wird die Geschichte der Emmaus-Jünger erzählt, die nach der Kreuzigung Jesu enttäuscht ihres Weges ziehen, um dann doch wieder Jesus zu begegnen. Der Detektiv allerdings traut ihnen nicht über den Weg, spioniert ihnen nach und wittert eine Verschwörung. "Da werden Vergangenheit und Gegenwart verwoben", sagt Tobias Schulz, Jugendreferent beim CVJM und Mitorganisator der Kibita. Das ist ein pädagogischer Ansatz, der offenbar zieht - zumal das Thema auch noch vom biblischen Theater und in den einzelnen Kleingruppen aufgearbeitet wird.

100 Kinder pro Tag - das ist für Tobias Schulz, Heide Weiblen, Hans-Dieter Losch und Charlotte Valleix schon Stress pur. "Anstrengend, aber richtig toll" ist es laut Schulz aber auch, mit den 50 jugendlichen Helfern in einem Raum zu sitzen und die ganze Arbeit Tag für Tag zu koordinieren.

Sämtliche jungen Assistenten bekommen für die Kibita eine "Mini-Basic-Schulung", sofern sie nicht schon "zu den Profis" gehören. Von denen gibt's nämlich einige, so der Jugendreferent. "Wir haben Leute, die mit 13 bei uns angefangen haben, mittlerweile seit mehreren Jahren dabei sind und komplett selbstständig arbeiten können".

Die meisten von den bewährten und den neuen Kräften sind zu den Kinderbibeltagen in einer Art Brückenschlag gekommen. Es sind Konfirmanden, die Schulz gefragt hat, ob sie nicht mithelfen wollen und die nicht nur an den Nachmittagen im Paul-Gerhardt-Haus zugange sind, sondern schon vormittags mit den Vorbereitungen für die Kinderbibeltage beginnen - die wiederum für viele eine Art Einstiegsfenster in die kirchliche Arbeit beim CVJM Pfullingen sind.

Heute indes dürfte der Tag sein, an dem nicht nur die meisten Jungen und Mädchen zu den Kibitas kommen, es wird auch das umfangreichste Programm geboten. Dem großen "Jubiläums-Stadtspiel" rund ums Paul-Gerhardt-Haus folgt um 14.30 Uhr eine Wimpel-Malaktion. Ab 15 Uhr werden dann die Wimpel aufgehängt und das Foto-Finale auf den Stufen neben dem "Disput" ist angesagt.

Am morgigen Sonntag folgt der Familiengottesdienst im Paul-Gerhardt-Haus, der um 9.30 Uhr beginnt. Und dann braucht's wieder ein Jahr bis die Kibita 2016, wie gewohnt in den Osterferien, steigen.

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