Perfektion ist wichtig

"Völlig gechillt und mit einer 16-tägigen Atlantik-Überquerung kombiniert": Sandra Stütz nimmt ihren Auserwählten mit auf Kreuzfahrt auf die Aida. Im April ist am South-Beach auf Miami Trauung zu zweit.

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Für die Reutlingerin Sandra Stütz stand bei ihrer zweiten Hochzeit fest: "Wir wollten stressfrei für uns was Besonderes haben, das bleibt. Die Aida hat eine Hochzeitsagentur und einen Eventmanager. Wir müssen uns nur ums Brautkleid und die Ringe kümmern, und wir lieben Schiffsreisen ohne großes Tam-Tam." Die kleinstmögliche Hochzeitsgesellschaft: "Mein Mann und ich". Für sie in der engeren Wahl: Ein Zwitter von Brautkleid, das abgeflittert als elegantes Cocktailkleid auch am Strand und für die Party danach verzaubert.

Der Trend in der Brautmode in dieser Saison sind romantische Spitzen als handgenähte Applikationen mit Pailletten, Perlen und Swarovski-Glitter, Schleppe, Schleier und Tüll wie eine Prinzessin, und das in 93 Prozent aller Fälle in Elfenbein. "Sehr gefragt ist auch die klassische Meerjungfrauen-Linie", erklärt Loredana Faiß vom gleichnamigen Brautmoden-Studio in Horb.

Die Hochzeitsfotos dazu erzählen eine subtile Geschichte. Eine "fotojournalistische Reportage aus hochwertigen Schnappschüssen, bei der die Kamera völlig in den Hintergrund tritt", beschreibt Marius Rogalski aus Ammerbuch. Die Highlights von Fotografin Gaby Höss: Aufnahmen in London-City mit einem Paar, das sich dort kennen gelernt hat und "eine Skihochzeit im Montafon bei Kaiserwetter und superschönem Panorama".

Die Trauringe der neuen Saison sind hochwertig in Platin, Weißgold und mit Roségold kombiniert. Der neue Trend am Messestand von Reutlingens Juwelier Lachenmann: ein schmaler Reif, der rundum mit Steinen besetzt ist, auch als Memoire-Ring zum Vorstecken auf den eigentlichen Ring. Muster für Ringpaare dienen seit langem nur noch als Idee für den ganz individuellen Entwurf, der im Reutlinger Fachgeschäft auch im Trauring-Workshop in der Werkstatt selbst angefertigt werden kann.

"Stilechte Hochzeiten" existieren für Chefkoch Herbert Weil aus Pfullingen nicht: "Jede Hochzeit wird vom Sektempfang bis zum Mitternachts-Snack individuell geplant." Das kann für den Caterer im hochwertigen Segment auch mal die banale Currywurst zum Abgang sein, als "netter Gag nach so vielen Gourmet-Häppchen". Die Locations, in denen er ausstaffiert und bewirtet reichen von der alten Fabrikhalle, übers Schloss, der Zehntscheuer bis zum Zeltfest auf der grünen Wiese. "Schöne Locations sind rar", weiß Lichttechniker Frank Pfister aus Haigerloch, "bei einer Turnhalle muss man halt sehen, was man drausmacht". Sein bisheriges Extrem bei den Motto-Partys: Eine Rock-Hochzeit mit Live-Band im Festzelt und ein schlichtes Grillfest in Shorts.

Völlig verändert hat sich für Studio-Besitzer Ralph Boden die Szene am Tanzparkett: "Das Geschäft läuft traumhaft." Vom klassischen Brautkurs am Wochenende über ganze Hochzeitsgesellschaften, die geschlossene Kurse buchen bis zum "Notfall-Walzer" für penetrante Nichttänzer.

Der absolute Hit sind "Wedding-Dances", die mit einfachem Wienerwalzer starten und in einer Hip-Hop- oder Tango-Einlage enden. Nach einer eigens fürs Brautpaar ausgearbeiteten Choreografie. Die eigene Club-Party mit professionellem DJ und Tanz-Animation löst den Alleinunterhalter ab.

"Perfektionismus ist den Brautleuten ganz wichtig", unterstreicht Armin Müller, Veranstalter der Reutlinger Hochzeitsmesse, "man überlässt beim Event gar nichts mehr dem Zufall". Der Kick für den Style ist dabei eine völlig neue Technologie vom Reutlinger Dentisten: eine unsichtbare Zahnkorrektur-Schiene statt der bulligen Metall-Brackets, die nach einer Computersimulation in den USA angefertigt wird und Fehlstände in sechs bis zwölf Monaten beseitigen hilft.

Veranstalter wechselt

Die Reutlinger Hochzeitsmesse stellt sich im kommenden Jahr neu auf, erklärt Eventmanager Armin Müller. Der Inhaber der Zu Diensten GmbH, der für beide Hochzeitsmessen in Tübingen und in Reutlingen verantwortlich zeichnet, tritt aus familiären Gründen kürzer. Verhandlungen mit einem Nachfolge-Unternehmen laufen. Die Aussteller können sich eine Reorganisation vorstellen.

 

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