Olfert Alter bleibt Obermeister

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Die Aussichten im Schreiner-Handwerk sind gut, allein am Nachwuchs mangelt es.  Foto: 

 Die Schreiner sind eines der ältesten und bekanntesten Handwerke. So bekannt wie der Schreiner selbst, ist der Werbespruch des Handwerks: „Wie der Schreiner kann´s keiner…“ Seit Jahrzehnten wird mit diesem Spruch für die Leistungen dieses Handwerks geworben. Es erbringt nachhaltige, persönliche und individuelle Leistungen für ihre Kundschaft. Schon längst besteht die Leistung des Schreiners nicht mehr nur aus Holz. Schreiner von heute arbeiten mit Kunststoffen, Metallen und vielen anderen Materialien. Gerade die Verbindung von Holz mit anderen Materialien ist bei den Kunden gefragt und zeigen die besondere Kreativität und Kompetenz des Schreiners.
Bei der Mitgliederversammlung im PerDu in Engstingen freute sich Obermeister Olfert Alter (Walddorfhäslach), dass auch sein Handwerk von der guten Baukonjunktur und der starken Binnennachfrage profitieren kann. Schreiner sind derzeit viel gefragte Fachleute, sowohl in Neubau-, wie in der Altbaumodernisierung. Darüber hinaus beobachten die Schreiner aber auch, dass individuelle auf Maß gefertigte hochwertige Möbel von der Kundschaft bestellt werden. Ursache hierfür ist sicherlich die aktuelle Zinssituation. Viele vor allen Dingen ältere Kunden investieren Geld in hochwertige Innenausstattungen und Einrichtungen.

Der Obermeister appellierte an seine Kollegen in einer solchen Zeit der Hochkonjunktur die Kundschaft weiterhin gut zu bedienen. Angesichts der starken Nachfrage ist dies nicht immer einfach. Viele der Betriebe arbeiten an ihrer Kapazitätsgrenze.

Auch die Schreiner haben Nachwuchssorgen, so übereinstimmend der Obermeister und der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Ewald Heinzelmann. Die Schreiner bilden viele Jugendliche aus. Eine abgeschlossene Schreinerausbildung ist aber nach wie vor ein Sprungbrett zum Studium, wie etwa Innenarchitektur. Die Schreiner bemühen sich daher nicht nur um den Nachwuchs als solchen, sondern auch darum, dass er im Betrieb bleibt.

Bei der Mitgliederversammlung standen auch die Neuwahlen des Innungsvorstandes auf der Tagesordnung. Dabei gab es einige Veränderungen in der Besetzung. Obermeister bleibt der Walddorfhäslacher Olfert Alter. Seine Stellvertreter sind Andreas Holder (St. Johann) und Uwe Serway (Dettingen). Dem Vorstand der Innung gehören weiterhin an Jochen Buck (Dettingen), Hartmut Freudemann (Trochtelfingen), Ingo Ruoff (Reutlingen) und Martin Stockmaier (Hohenstein).

Ein Vorsitz im Vorstand ist weiterhin unbesetzt. Die Kasse der Innung wird wie bisher von Joachim Eisele (Engstingen) und Ulrich Schmid (Pfronstetten) geprüft.

Viele Anforderungen

Thema in den Schreinerbetrieben ist derzeit die arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung der Beschäftigten. Die Betriebe sind derzeit dabei diese Anforderungen in ihren Reihen umzusetzen. In der Praxis gibt es dabei Schwierigkeiten, weil die vorhandenen Kapazitäten auch an externen Beratern und Ärzten begrenzt sind. Darüber hinaus gibt es auch zahlreiche Anforderungen die von staatlicher Seite neu an die Betriebe herangetragen werden.

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