Offene Worte im Gottesdienst zum Valentinstag

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Der erste "Gottesdienst für Verliebte" an Valentin in der Andreaskirche fand Zuspruch. Trotz der Konkurrenz durch die Fasnet nahmen sich 40 Menschen Zeit, sich mit ihrer Beziehung und der Liebe zu beschäftigen. Der Taufstein war mit einem Blumenkranz und einer Herzkarte geschmückt, auf dem Boden weiße Kerzen und rote Herzen, für jeden Besucher gab es beim Sektempfang selbst gebackene Kekse in Herzform und rote Herzen aus Fimo. Während des Gottesdienstes durften die Paare am Altar Schwimmkerzen in Herzform entzünden und sich im Altarraum persönlich segnen lassen.

Von Beginn an war die Herzlichkeit zu spüren, mit der die Besucher empfangen wurden. Der einladende Pfarrer Johannes Eißler zitierte das Hohelied der Liebe und nahm in seiner Ansprache kein Blatt vor den Mund. Lebenspraktisch waren seine Ausführungen. Er empfahl den Paaren, einen ehrlichen Umgang mit den Fragen von Liebe, Sehnsucht und Sexualität. Dazu gehöre, ein positives "Ja" zur Sexualität zu finden und "das Schlafzimmer nicht zu einer Wüste" werden zu lassen. Da sei viel Kreativität gefragt. Sich Zeit zu nehmen füreinander und sich nicht aus Frust in eine neue Beziehung zu flüchten, die Qualität der Liebe nicht an Höhepunkten zu messen und mindestens fünfmal so oft zu loben als zu tadeln gehören für ihn ebenso dazu wie die Bitte um den Segen Gottes.

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