Oberuferer Dreikönigs-Spiel der Kumpanei

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Die Kumpanei führt am Sonntag, 8. Januar, 17 Uhr, wieder das Oberuferer Dreikönigs-Spiel im großen Saal der Freien Georgenschule, Moltkestraße 29, auf. Es handelt von der Suche der Heiligen Drei Könige nach dem Christkind und vom Kindermord des Herodes. Im Dreikönigs-Spiel entfaltet sich in starken Bildern eine ergreifende Dramatik, die sich aus den Gegensätzen von Gut und Böse, Licht und Finsternis, Vernichtung und Zuversicht entwickelt. Zunächst erlebt man die Könige auf der Suche nach dem Christuskind im Stall von Bethlehem und darin eine tief religiöse Stimmung. In schärfstem Kontrast dazu steht die Welt des Herodes.

Das Schauspiel wird in Oberuferer Mundart gesprochen, was der Aufführung ein wenig von der Ursprünglichkeit vermittelt, mit der die Oberuferer ihre Spiele bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts hinein vorgetragen haben. Mit anderen alten Weihnachtsspielen waren die Texte und Spielweisen vom Bodenseegebiet ins ungarische Oberuferer (bei Preßburg) gelangt und dort seit dem 15. Jahrhundert von der bäuerlichen Bevölkerung gepflegt worden. Bevor die Tradition verloren ging, entdeckte sie im ausgehenden 19. Jahrhundert der Wiener Germanistik-Professor Karl Julius Schröer. Rudolf Steiner richtete sie für die Bühne ein. Wegen seiner Dramatik ist das Stück für Kinder unter neun Jahren nicht geeignet.

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