Oberamteistraße: Linke Liste sieht Erfolg mit Antrag

Die Häuserzeile Oberamteistraße ist aus Sicht der Linken vorerst gerettet. Thomas Ziegler und Jessica Tatti stellte einen Antrag - mit Erfolg.

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Oberbürgermeisterin Bosch hatte sich, wie berichtet, zuletzt zum Ziel gesetzt, die stadthistorisch wertvollen Häuser Oberamteistraße 28, 30 und 32 samt anschließendem Eckgrundstück Spendhausstraße 7 an Privatinvestoren abzugeben. "Die Linke" vertritt dagegen die Auffassung, dass, bevor zu diesem Altstadt-Ensenble weitere Beschlüsse getroffen werden, der Gemeinderat zuerst zu entscheiden hat, in welcher Form diese Zeile in Zukunft weiter genutzt werden soll. Grundvoraussetzung dafür: Erhalt sowie gegebenenfalls Ergänzung in denkmalpflegerischem Sinne sowie - zumindest überwiegend - der Öffentlichkeit weiter zugänglich.

Schon aus diesen Gründen, heißt es in einer Mitteilung der Linken, dürfe eine Veräußerung durch die Stadt an private Investoren keinesfalls in Frage kommen, da städtische und bürgerschaftliche Interessen dann jeden Einfluss verlören. Ein Nutzungskonzept sollte dagegen insbesondere stadtgeschichtliche und andere kulturelle Ausstellungen, Führungen und Versammlungen einschließen. Auf die Entwicklung dieses Konzeptes hin wurde die Verwaltung außerdem aufgefordert, sich zu dafür in Frage kommenden Finanzierungs- sowie insbesondere Förderkonzepten kundig zu machen - etwa in Form des Projektes Handwerkerhäuser Kühnertsgasse 18, 20 und 22 in Nürnberg, die eine Delegation des Reutlinger Rates eben zu diesem Zweck hat im Dezember 2013 eingehend besichtigen können und dabei erfahren durfte, dass deren vorbindliche Herrichtung für eine stadtgeschichtlich öffentliche Zugänglichkeit einen Aufwand von letztlich gerade einmal drei Millionen Euro mit sich brachte.

Die Stadträte Jessica Tatti und Thomas Ziegler haben diese Vorstellungen in einen an den Rat eingebrachtes Antragspaket gefasst. "Es hätte nach Abschluss der Vorberatungen auch öffentlich sein sollen, findet sich jedoch noch nicht auf der diesbezüglichen Website der Stadt. Die daraus maßgeblichen Anträge durften aus den Vorberatungen des Gemeinderats erfreulicherweise mit einem Mehrheitsvotum hervorgehen und finden nunmehr als verbindliches Ergebnis der Vorberatungen des Gemeinderats Eingang in die nächste - für Sachthemen anschließend an die Haushaltsberatungen - anstehende zusätzliche Sitzung am 3. Februar."

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