Oberamtei: Förderverein als Rettung?

Stadtrat Hagen Kluck rührt heftig die Werbetrommel für die Gründung eines Fördervereins "Altstadt", um die Häuserzeile Oberamteistraße zu retten.

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FDP-Stadtrat Hagen Kluck möchte einen Förderverein "Altstadt" gründen.

In seiner Haushaltsrede hatte der liberale Stadtrat Hagen Kluck bereits darauf hingewiesen, dass es doch auch in Reutlingen möglich sein müsste, über einen Förderverein und mit Unterstützung von Verwaltung, GWG und Geschichtsverein die historisch wertvolle und denkmalgeschützte Häuserzeile Oberamteistraße 28 bis 32 zu sanieren.

Dass dies möglich ist, davon konnte sich der Gemeinderat bei seinem Besuch in der Franken-Metropole überzeugen. Dort haben die "Altstadtfreunde Nürnberg" mit insgesamt 5700 Mitgliedern sage und schreibe 18 historische Häuser renoviert und somit gerettet. Aber man muss ja gar nicht bis Franken reisen. Kluck, der auch stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Ortskern Betzingen ist, kann auf vorzeigbare Projekte hier vor Ort verweisen: Lokschuppen Gönningen, Zehntscheuer Betzingen, Lehenshof Betzingen und demnächst auch die Kulturscheune in Oferdingen.

Der 71-Jährige möchte in ein paar Tagen einen Stammtisch einrichten, um seine Pläne vorzustellen. Dabei soll auch sein SPD-Ratskollege, der Betzinger Fördervereins-Vorsitzende Thomas Keck, dazukommen, der weiß, wie die Dinge bei der Zehntscheuer und dem Lehenshof gelaufen sind. Letzteres Objekt wurde beispielsweise über die Glücksspirale und die Denkmalstiftung mit 80 000 Euro bedacht. Natürlich reicht das nicht, da sind mehr Gelder nötig, aber: "Wenn wir genügend Interessenten finden, könnte man das wunderbar machen", ist Kluck überzeugt.

Modelle zur Sanierung gebe es verschiedene, sagt Kluck. Über Eigenleistungen - siehe die Beispiele in Betzingen, Gönningen und Oferdingen - ließe sich vieles machen. Man könnte durchaus auch die Kreishandwerkerschaft oder die Bauinnung mit ins Boot nehmen.

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