O Trost der Nachtigall

"Grabinschrift eines Trunkenboldes", "Die Nacht des Don Juan": Albrecht Holder eröffnet die Reihe Musica Antiqua wieder mit musikalisch-literarischen Programmen. Der ganze Zyklus umfasst acht Konzerte.

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  • Gäste bei Musica Antiqua (von oben links): Urte Lucht (Cembalo), Friedemann Wuttke (Gitarre), Heidi Gröger (Viola da Gamba). . . 1/3
    Gäste bei Musica Antiqua (von oben links): Urte Lucht (Cembalo), Friedemann Wuttke (Gitarre), Heidi Gröger (Viola da Gamba). . .
  • . . .und (untere Reihe von links) Andreas Arend (Laute) und Christian Wetzel (Oboe). Die Reihe beginnt jetzt am Sonntag im Spitalhof. Fotos: pr/Musica Antiqua 2/3
    . . .und (untere Reihe von links) Andreas Arend (Laute) und Christian Wetzel (Oboe). Die Reihe beginnt jetzt am Sonntag im Spitalhof. Fotos: pr/Musica Antiqua
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Seit 2009 verantwortet Albrecht Holder das künstlerische Profil der Reihe Musica Antiqua. Das anfängliche Konzept ist bis heute im Großen und Ganzen gleich geblieben. Nach wie vor teilt sich der Zyklus jahreszeitlich in Winter-, Sommer- und Herbstmusik.

Für die drei Matinee-Konzerte der Wintermusik im Spitalhof hat Holder wieder musikalisch-literarische Programme ausgesucht - mit zum Teil bewährten Namen.

Den Auftakt bestreiten am 15. Februar Urte Lucht (Cembalo) und Dieter E. Neuhaus (Rezitation): "O komm, o Trost der Nachtigall" heißt das Motto ihres Konzerts, das als Melange von Barockmusik und Lyrik aus der Grimmelshausen-Zeit angelegt ist. Da geht's um Krieg und Tod, aber auch um die Eitelkeit allen Daseins und um die humorigen Seiten des Lebens.

Das Publikum darf auch Skurriles erwarten, etwa die "Grabinschrift eines Trunkenboldes" oder ein "Madrigal auf die vielfältigen Arten Schürzen bei Frauenzimmern".

Die zweiten Matinee am 22. Februar gestaltet das frisch gegründete Zelenka Ensemble, dem neben Albrecht Holder selbst unter anderem der Kölner Oboist Christian Wetzel angehört. Neben Bach und Händel erklingen Werke des Namensgebers Jan Dismas Zelenka.

Aus Hanns-Josef Ortheils Roman "Die Nacht des Don Juan" wiederum wird der einstige Stuttgarter Staatsschauspieler Wolfgang Höper bei der dritten Wintermusik am 1. März rezitieren. Dazu spielt Holders Trio Chateau Kompositionen aus der Klassik von Mozart, Beethoven, aber auch aus neuerer Zeit von Ibert, Schulhoff und Posegga - von letzterem stammt die Titelmelodie zur "Sendung mit der Maus". Mit "Alter Musik" hat das nur mehr wenig zu tun. Doch Holder will sich auch künftig solche gelegentlichen Erweiterungen erlauben.

Die ebenfalls dreiteilige Sommermusik steht diesmal im Zeichen der Saitenklänge, "gezupft oder gestrichen", wie Holder erläutert. Der Gitarrist Friedemann Wuttke spielt am 5. August Transkriptionen von Bach und Mozart, das Duo Kirchhof bringt am 12. August auf Laute und Viola da Gamba Renaissance- und Barockmusik zu Gehör. Für diese Besetzung präsentieren Andreas Arend und Heidi Gröger am 19. August ein vorwiegend barockes Programm, aus dem das zeitgenössische Werk "Wunderglaube" eines gewissen Snerad Adenar herausfällt. Ob sich dahinter wohl Andreas Arend verbirgt? Wir werden sehen.

Den Abschluss bilden dann zwei Konzerte der Herbstmusik am 22. und 29. November, bei denen der Tastenexperte und frühere Musica-Antiqua-Leiter Alfred Gross Pariser Cembalomusik aus der Zeit von 1650 bis 1720 vorstellen wird.

Der Leiter, die Spielorte - Tickets

Albrecht Holder, 1958 in Reutlingen geboren (Foto: Archiv), ist Professor für Fagott in Würzburg.

Musica Antiqua Die Wintermusik geht im Spitalhof über die Bühne, die Sommermusik in der Sondelfinger Stephanuskirche, die Wintermusik in der Kapelle am Heimatmuseum.

Karten Telefon: (0 71 21) 303-2834 und kult.veranstaltungen@reutlingen.de.

SWP

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