Nur noch mit grüner Plakette

Große Umweltzone ab 1. Februar: In Reutlingen und Eningen dürfen dann nur noch Fahrzeuge mit grüner Plakette fahren. Szenarien werden entwickelt, um den Luftreinhalteplan weiter fortzuschreiben.

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Der Plan der großen Umweltzone, die ab 1. Februar gilt.

In der dritten Fortschreibung des Luftreinhalteplans Reutlingen hat das Regierungspräsidium Tübingen eine Erweiterung der Umweltzone auf das gesamte Stadtgebiet unter Einbeziehung der Bundesstraßen sowie des Gemeindegebiets Eningen festgelegt. Die Fortschreibung des Luftreinhalteplans ist rechtskräftig - die Erweiterung der Umweltzone wird nun zum 1. Februar umgesetzt, heißt es in einer Mitteilung.

Obwohl die endgültigen Daten für 2014 noch nicht vorliegen, ist davon auszugehen, dass der Immissionsgrenzwert für Feinstaub (PM10) 2014 in der Lederstraße zum ersten Mal eingehalten wurde. Doch der Immissionsgrenzwert für Stickstoffdioxid wird weiterhin deutlich überschritten - bis fast zum Zweifachen des erlaubten Grenzwertes (über 70 µg/m³ gemessen im Jahr 2014 bei einem Grenzwert von 40 µg/m³).

Um die Luftqualität weiter zu verbessern und auf eine Einhaltung der europäischen Grenzwerte zum Schutz der menschlichen Gesundheit hinzuwirken, wurden deshalb in der dritten Fortschreibung des Luftreinhalteplans für Reutlingen weitere Maßnahmen festgelegt. Die am 28. Oktober 2014 in Kraft getretene dritte Fortschreibung des Reutlinger Luftreinhalteplans legt die Erweiterung der Umweltzone auf das gesamte Reutlinger Stadtgebiet einschließlich aller Stadtbezirke sowie der Bundesstraßen (B 28, B 312, B 313 und B 464) unter Einbeziehung des Gemeindegebiets Eningen in die Umweltzone fest. Ab 1. Februar dürfen dort nur noch Fahrzeuge mit grüner Plakette fahren.

Die Hauptquelle für Feinstaub- und Stickstoffdioxidbelastungen ist der Straßenverkehr. Daher hatte die dritte Fortschreibung des Luftreinhalteplans Reutlingen in erster Linie die Reduzierung der Verkehrsemissionen zum Ziel. Gutachten belegen, dass sich durch die große Umweltzone beispielsweise Stickstoffoxid-Immissionsminderungen von bis zu sechs Prozent ergeben.

Trotzdem reichen die aktuell festgelegten Maßnahmen einschließlich der Entlastungswirkung des Scheibengipfeltunnels voraussichtlich nicht aus, um den gesetzlich vorgegebenen Grenzwert für Stickstoffdioxid in Reutlingen überall sicher einzuhalten. Aus diesem Grund wird die Luftreinhalteplanung für Reutlingen intensiv fortgesetzt und zukünftig auf eine neue Basis gestellt. Im Rahmen mehrerer Szenarien werden weiterführende Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität in Reutlingen ergebnisoffen untersucht und hinsichtlich ihrer Wirkung und Realisierbarkeit bewertet. Dabei sollen auch Durchfahrtsbeschränkungen für den Lastwagen-Verkehr in Reutlingen untersucht und bewertet werden. In der jetzigen dritten Fortschreibung wird deshalb von einer Umsetzung des im Rahmen der Fortschreibung des Luftreinhalteplans untersuchten Lastwagen-Verbots in der Karl- sowie in der Eberhardstraße zunächst abgesehen.

Zur Vermeidung von Härtefällen kann in besonders begründeten Fällen eine Ausnahme für Autos mit gelber Plakette für die Einfahrt in die Umweltzone erteilt werden.

Info Weitere Information sind auf den Internetseiten des Landratsamtes Reutlingen zu finden.

Fortschreibung des Luftreinhalteplans

Alle Informationen zur dritten Fortschreibung des Luftreinhalteplans Reutlingen stehen im Internet unter www.rp-tuebingen.de zur Verfügung. Hinweise zum Erwerb von Feinstaubplaketten und zu Ausnahmen bei Härtefällen stellt das Landratsamt Reutlingen im Internet unter www.kreis-reutlingen.de bereit. Außerdem bietet das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg weitere Informationen zu Umweltzonen und zur Ausnahmekonzeption im Internet unter mvi.baden-wuerttemberg.de/de/mensch-umwelt/luftreinhaltung/umweltzonen-und-lkw-durchfahrtsverbote/ an.

SWP

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