Nichtstun ist eine Strafe

Gestern feierte Hermann Willy Schlotterbeck seinen 100. Geburtstag. Der Mittelstädter Bezirksbürgermeister Wilhelm Haug und Finanzbürgermeister Alexander Kreher überbrachten dem Jubilar Glückwünsche.

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Am 28. März 1914 wurde Hermann Willy Schlotterbeck in Mittelstadt geboren - und lebt bis heute dort. Seine Lehre im Intarsienbau absolvierte er in Stuttgart-Bad Cannstatt. Dreieinhalb Jahre lang lebte er unter der Woche an seinem Lernort und am Wochenende in Mittelstadt. Auf die Lehre folgte ein Jahr als Geselle.

Seine Ehefrau Käthe war ebenfalls gebürtige Mittelstädterin. Richtig kennen gelernt hatten sich die beiden, als er ihr eines Tages beim "Brennhäusle", einer alten Schnapsbrennerei, Holz tragen half. Im Dezember 1939 feierte das Paar dann Hochzeit. Mit den Jahren wuchs die Familie Schlotterbeck um zwei Kinder. Mittlerweile kamen noch zwei Enkel und zwei Urenkel hinzu. Käthe Schlotterbeck verstarb vor fünf Jahren im Alter von 94.

1936 musste Schlotterbeck schließlich zum Militär. Während des Zweiten Weltkrieges herrschte eine große Arbeitslosigkeit und so konnte Schlotterbeck nicht mehr im Intarsienbau tätig sein, brachte sein handwerkliches Geschick aber überall dort ein, wo man es gebraucht wurde. In seiner Freizeit widmet er sich seiner großen Leidenschaft: den Motorrädern. Mit seinen Kindern im Beiwagen unternahm er regelmäßig Fahrten in die Umgebung. Auch nach seiner Pensionierung blieb er noch aktiv. An der alten Mühle in Mittelstadt führte er noch bis vor fünf Jahren täglich Kontrollen durch. "Nichtstun ist die größte Strafe" sagt er. Heute verbringt er seine Freizeit am liebsten mit Zeitung lesen und Puzzeln. Bezirksbürgermeister Wilhelm Haug und und Finanzbürgermeister Alexander Kreher überbrachten gestern dem Jubilar Glückwünsche von Oberbürgermeisterin Barbara Bosch und Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

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