Nicht wegschauen, sondern zusammenhalten

Der Schuss verhallt noch im Festsaal der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik. Dann ist nur noch Stille. Ende des preisgekrönten Films "Homevideo", der am Safer Internet Day gezeigt wurde.

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Über 50 Schüler des Berufskollegs für Praktikanten begehen den internationalen Aktionstag, der in diesem Jahr unter dem Motto "Gemeinsam für ein besseres Internet" steht, heißt es in einer Mitteilung. Der Film ruft bei den Schülern eine ganze Menge Themen wach, die sich rund um Cybermobbing bewegen: Wie kann man mit dem Thema umgehen, wenn man davon betroffen ist? Was kann Schule machen, um Eltern zu stärken? Wie kann ich als weibliche Erzieherin Verständnis für das medienbezogene Verhalten von Jungs entwickeln? Wer alles hat Schuld an Cybermobbing?

Die selbstgewählten Themen werden in Arbeitsgruppen besprochen. Am Ende des Safer Internet Days 2015 steht ein Plakat mit vielen wichtigen Ergebnissen: "Nicht wegschauen" heißt es da und "dass Schule zusammenhalten muss". Lehrkräfte und die Schulleitungen sollten für das Thema sensibilisiert werden und wissen, wo sie sich Hilfe holen können. Aber auch die Schüler sollten sensibel mit der eigenen und der Privatsphäre anderer umgehen. "Es ist uns wichtig, dass das pädagogische Fachpersonal der Zukunft die eigene Medienkompetenz erweitert", sagt Martin Mohr, Dozent für Medienpädagogik an der Schule, "denn das Wissen über einen sicheren Umgang im Netz kann dann im Beruf an Kinder und Jugendliche weitergeben werden". An der Schule gehört das Thema Medienpädagogik zum Lehrplan der staatlich anerkannten Erzieherausbildung. "Wir greifen den Aktionstag daher gerne auf, um unsere Studierenden für einen verantwortlichen Umgang mit digitalen Daten zu sensibilisieren", sagt Schulleiterin Gabriele Beier. Wenn schließlich auf dem Ergebnisplakat als letzter Spiegelstrich steht: "Sand im Getriebe sein!" dann veranschaulicht dies kurz und knapp, dass es ein gelungener Aktionstag war. Denn eines zeigt der Film an vielen Stellen mehr als deutlich: nämlich welche Möglichkeiten es gegeben hätte, einem jungen Menschen aus der Spirale Cybermobbing zu helfen.

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