Nicht nur über Zahlen, auch über Inhalte diskutieren

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Zu der von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg vorgelegten Pfarrstellen-Planung bis zum Jahr 2024, dem „PfarrPlan 2024“, regt sich Widerspruch in den Kirchengemeinden. Bei der jüngsten Bezirkssynode des Evangelischen Kirchenbezirks Reutlingen wurde über eine ausführliche Stellungsnahme diskutiert, deren Formulierung jedoch an einen Sonderausschuss zum PfarrPlan delegiert wurde.

Rechnet man die derzeit laufenden Kürzungen und die Planung 2024 zusammen, fällt jede fünfte Pfarrstelle im Bezirk weg. Und für die Planungsperiode bis 2030 sind weitere Kürzungen angekündigt. Damit kann nach Auffassung vieler Synodaler das Gemeindeleben nicht mehr wie bisher fortgeführt werden. Deshalb, so ihre Kritik, könne man nicht einfach nur Stellenpläne beschließen, sondern müsse über grundsätzliche Änderungen diskutieren. Gemeindefusionen seien aufgrund der Pfarrstellenreduzierung nur ein Aspekt, auch geänderte Aufgabenverteilungen zwischen kirchlichen Angestellten und Pfarrerschaft müssten erörtert werden. Dazu gebe es aber zu wenig Unterstützung durch den Oberkirchenrat, der den PfarrPlan 2024 aufgestellt hat, hieß es. Bei ihrer nächsten Versammlung im März 2018 soll die Bezirkssynode den Stellenplan beschließen.

Im Rahmen des Gottesdienstes zu Beginn der Synode wurde Elisabeth Falkenroth, Lichtenstein, altershalber aus dem ehrenamtlichen Predigtdienst verabschiedet. Sie war seit 32 Jahren Lektorin und Prädikantin. Nach ihrer Rückkehr aus dem Missionsdienst in Indonesien hatte die gelernte Krankenschwester beim Dienst für Mission und Ökumene gearbeitet und in mehreren Kirchenbezirken den ehrenamtlichen Verkündigungsdienst übernommen. Im Reutlinger Bezirk war sie einige Jahre lang Sprecherin des Prädikantenkreises.

Einstimmig hat die Bezirkssynode den Etat 2018 des Kirchenbezirks mit einem Volumen von rund 4,2 Millionen Euro verabschiedet. Die Bauübersicht der Kirchengemeinden, die der Synode nur zur Kenntnis gebracht werden muss, weist für 2017 im Bezirk 44 Bauprojekte aus, die in Arbeit sind und weitere 17, für die die Planung läuft. Größte Objekte sind der Neubau einer Kindertagesstätte an der Beethovenstraße, der Neubau eines Pfarrhauses für die Kreuzkirchengemeinde (beide Reutlingen) und die Sanierung der Johanneskirche in Wannweil.

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