Neun Monate für ein RÜB

Die Stadt bekommt 2015 ein weiteres Regenüberlaufbecken - weshalb eine zentrale Verkehrsader, die Friedrichstraße, von März bis Ende Dezember komplett gesperrt werden muss.

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Von März bis Dezember ist hier kein Durchkommen mehr: Die Friedrichstraße wird gesperrt.  Foto: 

Die Autofahrer werden die drei Monate im Sommer und Herbst 2013 noch bestens in Erinnerung haben: Von Juli bis Oktober wurde damals die Römerstraße saniert und ein Teil der Friedrichstraße auf Vordermann gebracht. Umleitungen waren die Folge - und bisweilen auch Staus. Schließlich nutzen die Friedrichstraße vor allem all jene, die von der Sonnenbühler Alb in Richtung Reutlingen unterwegs sind.

War es vor eineinhalb Jahren der Bereich zwischen Gries- und Ernststraße, der bearbeitet wurde, wird es in diesem Jahr der daran anschließende Teil der Friedrichstraße sein, der aufgerissen wird. "Zwischen der Strohweiler- und der Krumme Straße bleibt dann nur noch eine Fahrbahnbreite von einem Meter übrig - da kann ich keinen Verkehr drüber leiten", erklärt Sonja Seeger vom städtischen Tiefbauamt. Deshalb auch wird die Friedrichstraße während der gesamten Bauzeit des Regenüberlaufbeckens (RÜB) von März bis voraussichtlich Ende Dezember gesperrt bleiben. Die Umleitungsstrecke führt dann, wie 2013, über die Sandstraße.

"Dort werden wir ein Schild in Richtung B 312 neu aufstellen," so Seeger, die hofft, dass viele Autofahrer die Ortsumgehung nutzen. "Und nicht so viele weiter über die Marktstraße nach Reutlingen fahren." Schließlich soll, so Seeger, die Innenstadt nicht zu sehr belastet werden.

Das RÜB XI wird seinen Standort in der Strohweilerstraße, die übrigens ebenfalls ein dreiviertel Jahr lang gesperrt werden muss, und einen Beckeninhalt von 225 Kubikmetern haben.

Schon Anfang 2014 hatte der Bauausschuss beschlossen, das Ingenieurbüro Reik mit der Entwurfsplanung zu beauftragen. In seiner Sitzung im Dezember hat der Gemeinderat sowohl der Baukostenaufstellung als auch sämtlichen weiteren Baumaßnahmen, die damit zusammenhängen, zugestimmt. Nötig wird das RÜB, dessen Gewerke in diesem Monat ausgeschrieben werden, um die Mischwasserkanalisation aus dem Bereich oberhalb der Gönninger- und der Traubenstraße sowie aus dem Gebiet Memmelers Wiese zu entlasten. Dazu kommt später noch das Mischwasser aus dem geplanten Gewerbegebiet Unter den Wegen.

1,7 Millionen Euro wird das RÜB, um dessen weitere Planung sich ebenfalls das Ingenieurbüro Reik kümmert, inklusive den Kanälen kosten. Geld, das die Stadt in ihrem 2014er Etat bereits vorgehalten hat. Im Zuge des RÜB-Baus sollen im Bereich der Friedrich- und der Strohweilerstraße auch Leitungstrassen der Stadtwerke, der Fair-Energie, von Kabel BW und Telekom gesichert und verlegt werden. Kosten dürften der Stadt allerdings allein bei der Erneuerung der teils sehr alten Gas- und Wasserleitungen in dem Bereich entstehen. In der Friedrichstraße rechnet man dafür mit 150.000, in der Strohweilerstraße mit 115.000 Euro. Summen, die im 2015er Etat der Stadtwerke finanziert werden. Außerdem müssen gen Bauende auch noch die Deckbeläge der Fahrbahnen neu aufgebracht werden. In der Strohweilerstraße kommt die Stadt auf 60.000 Euro Kosten. Was die Friedrichstraße angeht, haben die Pfullinger Mittel beim Regierungspräsidium Tübingen beantragt. Ende Dezember soll das RÜB in Betrieb gehen können. Dann werden 1600 Kubikmeter Aushub entsorgt und fast 200 Meter Kanäle, 140 Meter Wasserleitungen, 140 Meter Gasleitungen, 1200 Quadratmeter Fahrbahnfläche und 630 Quadratmeter Gehwegflächen verbaut worden sein.

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