Neues und Bewährtes

Nicht nur, aber weitgehend schwäbisch geht es zu bei Wilhelm Königs Reutlinger Mundart-Wochen. Sieben Kabarett-Veranstaltungen bietet die beliebte Reihe, deren 40. Ausgabe vom 1. bis 21. März läuft.

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  • Mundart-Macher Wilhelm König (links) und Josef Schuler (Volksbank). 1/3
    Mundart-Macher Wilhelm König (links) und Josef Schuler (Volksbank). Foto: 
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    "Dui do on de Sell" kommen mit einem Best-of-Programm.
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    Die "Traufgängerinnen". Fotos: pr/Mundart-Wochen
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Das 40. Lebensjahr ist für Schwaben - und heuer auch für die Mundart-Wochen - eine ganz besondere Zahl: Zum 40. Mal geht die dialektübergreifende Reihe in Reutlingen über die Bühne.

Außerdem gab vor 40 Jahren ihr Mentor seinen ersten Gedichtband heraus, und am 27. Juni wird eben jener Wilhelm König zweimal 40 Jahre alt. Und nicht zuletzt sagt ja das Sprichwort: "Mit vierzig wird dr Schwob erschd gscheid."

Dass das echte Jubiläum eigentlich erst im nächsten Jahr steigt, bremst den Enthusiasmus des unermüdlichen Organisators der Mundart-Wochen keineswegs. "Wir verstehen uns als Entdecker-Festival", sagt Wilhelm König beim Pressegespräch dieser Tage, "und sind unserem Grundsatz treu geblieben, neue und bewährte Künstler einzuladen, die den Reichtum der schwäbischen Sprache widerspiegeln."

Inzwischen hat sich die älteste Mundart-Reihe im deutschsprachigen Raum fest im Kulturkalender der Achalmstadt etabliert, auch dank des langjährigen Sponsors Volksbank, der seit vielen Jahren nicht nur finanzielle und ideelle Unterstützung leistet, sondern auch bei fünf der sieben Veranstaltungen als Gastgeber auftritt.

"Die Ideen gehen mir zwar nicht aus", so der aus dem Ermstal stammende 79-Jährige, "aber noch wichtiger ist es, solche Partner wie die Volksbank zu haben." Des Weiteren sitzen die Stadt Reutlingen und das Regierungspräsidium Tübingen wieder mit im Boot.

Wie die Förderer und Unterstützer sind auch viele auftretende Künstler den Mundart-Wochen seit Jahren treu. Christoph Sonntag etwa - zum Auftakt am 1. März - ist bereits das zehnte Mal dabei. Während er im Vorjahr den Ausklang der Mundart-Reihe bildete, ist er dieses Mal für den Beginn in der Stadthalle (19 Uhr) zuständig. Bei seinem neuen Programm "Muss des sei?" darf sich das Publikum ebenso auf tagesaktuelle Kommentare zur GroKo freuen wie auf selbstironische Stand-up-Comedy, doppelbödige Sprüche und satirisch überhöhte Parodien.

Am 5. März, 20 Uhr, geht es in der Volksbank weiter mit dem schwäbischen Ehepaar Käthe und Karl-Eugen Kächele. Die beiden Urschwaben geben in ihrem Programm "Eiche rustikal" einen vergnüglichen Einblick in den Irrgarten eines schwäbischen Ehelebens. Auf unnachahmliche Weise, heißt es, demonstrieren sie, was passieren kann, wenn die Ehefrau kurzerhand beschließt, mit ihrem gemütlich auf dem Sofa liegenden Ehemann das Eigenheim zu renovieren.

Um Raumpflege und Putzfimmel geht es auch am 12. März, 20 Uhr, im Volksbank-Foyer: Als Putzweiber Karlene und Mariele bieten die "Kaiserinnen des Mundart-Kabaretts" Petra Binder und Doris Reichenauer ein "Best of"-Programm aus "Zwölf Jahre Dui do on de Sell".

Die "Traufgängerinnen" Susanne Wahl und ihre Tochter Mona Weiblen präsentieren am 14. März, 19 Uhr, in ihrem Programm "Eine Alb-Revue" eine so hintersinnige wie zotengeschwängerte Liebeserklärung an die Schwäbische Alb.

Eine echte Welt-Uraufführung erwartet das Publikum am 17. März, 19.30 Uhr, wenn der US-Autor Patrick Donmoyer aus Reading auf Bernhard Hurm vom Theater Lindenhof und den Pianisten Matthias Zumbroich trifft: "Donmoyers Pennsylvanian-Deutsch, das einem alt-pfälzischen Dialekt entspricht, wird aber von Bernhard Hurm ins Neu-Schwäbische übersetzt", verspricht König. Die Idee zu dem Abend, der im Rahmen der Städtepartnerschaft Reutlingen-Reading stattfindet, hatte Kulturamtsleiter Dr. Werner Ströbele, der auch die Moderation übernimmt.

Am 19. März kommt der frühere "Frontal"-Moderator Ulrich Kienzle in die Volksbank und gibt humorvolle Einblicke in das, was Schwaben ausmacht. In seiner Lesung mit Zwischentönen begibt sich der ehemalige TV-Journalist und Nahostkorrespondent auf die Suche nach dem schwäbischen Charakter und forscht nach dessen Wurzeln.

Die Mundart-Wochen enden am 21. März, 19 Uhr mit der Veranstaltung "Wein & Wort". Schwäbisch umrahmt von Wilhelm König und musikalisch begleitet von Michael Skuppin, verwandelt sich das Foyer des Kreditinstituts in eine gemütliche Weinstube, in der regionale Weine und Hefekranz aufgetischt werden.

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