Neu gemauert und einen Steinwurf entfernt

Über 300 Besucher stiegen am Ostersonntag in die Olgahöhle hinab. Und ihnen wurde dabei auch gezeigt, was sie spätestens ab Fronleichnam erwartet: der historische Eingang zum Tuffstein-Gewölbe.

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  • Mit Spannung erwarten Besucher der Olgahöhle in Honau, wie es denn sein wird, wenn sie künftig wieder den historischen Eingang benutzen dürfen. Spätestens an Fronleichnam zum Olgahöhlenfest soll die Pforte öffnen. Fotos: Jürgen Herdin 1/2
    Mit Spannung erwarten Besucher der Olgahöhle in Honau, wie es denn sein wird, wenn sie künftig wieder den historischen Eingang benutzen dürfen. Spätestens an Fronleichnam zum Olgahöhlenfest soll die Pforte öffnen. Fotos: Jürgen Herdin
  • Über 300 Besucher kamen am Ostersonntag zur Eröffnung der Höhlen-Saison. 2/2
    Über 300 Besucher kamen am Ostersonntag zur Eröffnung der Höhlen-Saison.
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Elke Koch aus Reutlingen sowie Monika Möller und ihr Sohn Martin hatten am Ostersonntag buchstäblich alle Hände voll zu tun: Von Beginn an strömten die Besucher, an den Autokennzeichen war abzulesen, dass sie aus dem ganzen Land kamen. "Wir müssen die Osterhasen immer wieder aufs Neue in der Höhle verstecken, das ist schon eine Menge Arbeit", sagt Elke Koch, die am Nachmittag dann doch noch Zeit für ein Stückchen Kuchen hat.

Das Trio machte gleichzeitig Führungen und platzierte zwischenzeitlich die Schokohäschen. Und sie verwiesen auf eine seltsam allein stehende "Hütte" keine 20 Meter vom bisherigen Eingang entfernt. Das ist der historische Eingang, der 1972 abgerissen worden war - und ein Deckel kam natürlich auch drauf, darüber ein Pflanzbeet.

"Wir arbeiten hier seit eineinhalb Jahren", erläutert Walter Saur vom Schwäbischen Albverein Honau geschlossen. Nun ist der alte Eingang wieder aufgemauert, "und dabei haben wir uns ganz an das historische Vorbild gehalten", erläutert Saur.

Keine 20 Meter ist das Mini-Gebäude von der bisherigen Pforte entfernt, liegt auf dem Grundstück, das dem Seniorenzentrum Martha Maria gehört. Doch in dessen Gärtlein war genügend Platz für den historischen Zugang zu einer der schönsten Schauhöhlen im Land.

Und da wollte am Sonntag auch der sechsjährige Feli rein. Das ist ein Hund. Sein Frauchen Barbara Seitz aus Degerschlacht versicherte an der Kasse, dass der Vierbeiner bereits Höhlenerfahrung habe, na denn, er durfte mit. Für Seitz war's auch der erste Besuch bei "Olga". Aber auch Besuchern, die schon länger nicht mehr dort waren, erscheint die Höhle nun in einem ganz neuem, weil LED-Licht, das vor zwei Jahren installiert wurde.

Im Jahr 1870 war dort einer der vielen Tuffstein-Brüche, der der Familie Stahlecker und Johann Gottlieb Strobach gehörte. Der Mann war "Bauführer", als Schloss Lichtenstein von 1840 bis 1842 errichtet wurde. Sein Stiefsohn Johann Ziegler entdeckte die Höhle 1874, die später den Namen der württembergischen Königin Olga (1822 bis 1890) bekommen sollte.

Mittlerweile kann der Schwäbische Albverein Honau auf bis zu 20 versierte Höhlenführer zurückgreifen. Vor allem auch deshalb, weil die Höhlenforschungsgruppe Pfullingen um Frank Schüler allein zehn davon stellt.

Die Olgahöhle hat jeden ersten Sonntag im Monat von 11 bis 17 Uhr geöffnet. www.olgahoehle.de

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