Natur, Wasser, Abenteuer

Das neue Spielplatz-Konzept sieht drei Leuchtturm-Projekte, einen Wettbewerb, Reinvestitionen und eine deutliche Aufwertung ausgewählter Standorte vor. Der Arbeitskreis geht mit hohem Anspruch ans Werk.

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Was die Anziehungskraft des Spielplatzes in der "Pomologie" ausmacht, soll das Eninger Ortsbauamt mit den Planern der Reutlinger Stadtverwaltung klären.  Foto: 

"Die Ansprüche an Spielplätze sind so gestiegen, dass man nicht alle aufrechterhalten kann. Der Gedanke der Reinvestition ist deshalb ein wichtiger Teil der Öffentlichkeitsarbeit." GAL-Gemeinderätin Annegret Romer begrüßte bei der Gemeinderatssitzung wie ihre Fraktions-Kolleginnen und -Kollegen die bereits greifbaren Ergebnisse bei der Spielplatz-Leitplanung. Der im zweiten Halbjahr 2014 gegründete Arbeitskreis habe zum Konsens mit den Elternvertretern geführt, berichtete Bürgermeister Alexander Schweizer. Das Konzept sieht vor, wenig besuchte Standorte zugunsten anderer aufzugeben.

Der Spielplatz in der Friedrichstraße wurde bereits zum Baugrundstück umgemünzt. Aufgegeben werden sollen auch die Plätze Geisbergstraße, Hörnle, Eiferthöhe und Augenriedstraße. SPD-Gemeinderätin Rebecca Hummel machte sich in der jüngsten Gemeinderatssitzung dafür stark, dass taugliches Spielgerät wiederverwendet wird und sämtliche Erlöse aus dem Rückbau von Standorten zweckgebunden reinvestiert werden.

Konsens im Arbeitskreis war, dass sämtliche Spielplätze für alle Altersgruppen etwas bieten sollen, Aufenthaltsbereiche für Begleitpersonen eingeschlossen. Eine so genannte Leuchtturm-Funktion erhalten die Spielplätze Sulz und Stuifenstraße sowie ein völlig neues Projekt im Neubaugebiet "Wenge Stadion", das 2016/17 realisiert wird. Erst mit seiner Fertigstellung wird der Spielplatz auf der Eiferthöhe aufgelöst. Zeitnah wird es "Sofortmaßnahmen im kleineren Umfang" an den Spielplätzen im Unterdorf und in der Goethestraße geben.

Der Standort Sulz soll bereits zur Jahreswende 2015/16 umgestaltet und aufgewertet sein. Die Gemeinde hat hier einen Ideen-Wettbewerb angeregt und bereits drei erfahrene regionale Planungsbüros angeschrieben. Rund 200 000 Euro netto sind als Obergrenze gesetzt. Die Stichworte sind: Abenteuer, Klettern und naturnahe Angebote. "Eine richtige Auswahl hat man nur mit ganz unterschiedlichen Ansätzen", unterstützte Annegret Romer ihre GAL-Fraktionskollegin Simone Büttner, "mit Blick über die Region hinaus".

Winfried Baumann von der CDU brachte erneut die Reutlinger "Pomologie" als Vorbild mit Anziehungskraft ins Spiel: "Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit könnte man die Reutlinger fragen, ob sie uns was Ähnliches planen könnten." "Das Konzept in der Pomologie muss was Beständiges, Nachhaltiges haben. Es begeistert Kinder seit Jahrzehnten", stimmte Dr. Barbara Dürr zu.

Ob man sich denn im Arbeitskreis auch Gedanken über die "Eninger Weide" gemacht habe, wollte FWV-Gemeinderätin Dürr wissen. Der Standort außerorts sei bereits zu Beginn der Planungen ausgeklammert worden, erklärte Ortsbaumeister Rainer Klett. Die "Weide" sei Naherholungsgebiet für viele Auswärtige, dafür bedürfe es eines eigenen Konzepts.

"Spitzenreiter" unter den Eninger Spielplätzen, das hatte eine breit angelegte Umfrage im vergangenen Sommer ergeben, ist mit Abstand "Sulz". Ähnlich wie bei der Reutlinger "Pomologie" verbinden mit diesem Standort viele Eninger eigene Kindheitserinnerungen. Der Spielplatz in der Stuifenstraße wird künftig die Funktionen des rückgebauten Platzes in der Friedrichstraße übernehmen. Für die Geißbergstraße gibt es das Angebot einer Patenschaft.

Der Arbeitskreis hat angeregt, am früheren "Lustschlösschen" am Auslauf der Wengenstraße einen flachen Bachzugang zum Spielen anzulegen. Die Spiel-Ruine im Krügerpark wird ersatzlos aufgegeben. Im Unterdorf soll ein Trampolin eingebaut werden. Für das Scherbental gibt es eine Leitidee auf Sand-Basis.

Spielplätze-Leitplanung

Klassifizierung Mit dem Arbeitskreis "Spielplatz-Leitplanung" wurden sieben Standorte in der Ortslage definiert: Sulz, Wengestraße und Stuifenstraße als Premiumprojekte, Goethestraße, "Im Unterdorf", Tommental und Scherbental mit deutlich aufgewerteter Ausstattung, Qualität und Sauberkeit.

ANE

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