Nase voll von der Dauerbaustelle

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    Zwei große Baugruben dominieren derzeit sehr zum Unmut der Anlieger das Straßenbild in der Kanzleistraße. Foto: 
  • Spätestens Mitte Juli sollen laut Stadtverwaltung die Arbeiten am Weibermarkt beendet sein. 2/2
    Spätestens Mitte Juli sollen laut Stadtverwaltung die Arbeiten am Weibermarkt beendet sein. Foto: 
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Sie sind lärmgeplagt und leidgeprüft, die Anlieger in der Kanzleistraße. In den vergangenen drei Jahren wurde die Straße immer wieder aufgerissen. Christian Wittel, Optikermeister, RT-aktiv-Vorsitzender und Sprecher der Initiative Obere Kanzleistraße, sprach bei der Informationsveranstaltung von einer Dauerbaustelle, deren Auswirkungen bei den Geschäftsleuten zu erheblichen Umsatzeinbrüchen bis hin zur Existenzbedrohung geführt hätten. Wittel war einer von rund zehn Anliegern, die am Dienstagabend ins Rathaus gekommen waren.

In seiner Sitzung vergangene  Woche hatte der Gemeinderat einstimmig beschlossen, rund 590 000 Euro in die Sanierung der Kanzleistraße stecken. Der Abschnitt zwischen Marktplatz und Oberamteistraße soll, angelehnt an die Oberamteistraße, einen neuen Pflasterbelag erhalten. Arno Valin. Leiter des Amtes für Tiefbau, Grünflächen und Umwelt, stellte, unterstützt von einem Expertenteam, die vorgesehene Neugestaltung des Straßenraums und den zeitlichen Ablauf vor. Die Stadt möchte das Vorhaben in zwei Bauabschnitten realisieren. Valin stellte zwei Varianten zur Diskussion. So könnte die Bauunternehmung Adolf List aus Reutlingen direkt im Anschluss an die Arbeiten der Fair-Netz Mitte Juli loslegen, so dass die Arbeiten Mitte bis Ende Oktober abgeschlossen sein könnten. Variante zwei sieht vor, mit den Arbeiten erst um den 20. August zu beginnen. Abschluss wäre dann Ende Oktober bis Mitte November. Die Stadtverwaltung tendiere zur ersten Variante, sagte Valin. „Der November ist für uns, was den Straßenbau angeht, ein schlechter Monat.“

Wittel sprach mit Blick auf die Vorgeschichte von einer „unguten  Situation“. Zwar freuten sich die Anlieger auf den neuen Belag: Aber, so der OK-Sprecher: „Haben Sie Verständnis, dass bei uns das Verständnis für Baustellen in unserem Quartier erschöpft ist.“ Wittel hatte eine Umfrage unter den angrenzenden Gastronomen und Geschäftsleuten zum Zeitplan gemacht. Mit einer Ausnahme hätten sich alle für den früheren Beginn ausgesprochen. „Bitte schnell und zügig arbeiten“, appellierte der Optikermeister an Baufirma und Stadtverwaltung.

Andere Anlieger kritisierten die aus ihrer Sicht schlechte Informationspolitik von Stadt und Fair-Energie. Für besonderen Unmut sorgen derzeit zwei große Baugruben der Fair-Netz zu Beginn und am Ende des Straßenabschnitts. Das Unternehmen legt dort neue Versorgungsleitungen für Fernwärme, Gas, Wasser und Strom. „Sie können doch nicht einem Café, das vor einer Woche neu geöffnet hat, eine Baugrube vor die Tür setzten“, bemängelte Wittel. „Es bewegt sich nichts“, kritisierte der Café-Pächter die Fair-Netz, ehe er verärgert die Veranstaltung verließ.

„Meine Beratungstische vibrieren seit drei Jahren“, blickte Wittel zurück. Mit diesem Lärm werden die Geschäftsleute in den kommenden Wochen weiter leben müssen. Besonders hart trifft es jedoch die Gastronomen, die ab Mitte Juli keine Tische und Stühle mehr außen aufstellen können. Daher regte der OK-Sprecher auch an, ein Baustellenmarketing einzuführen sowie Anlieger und Passanten mit „Goodies“ zu entschädigen.

Info Bis 15. Juli sollen, wie Valin sagte, die Arbeiten am Weibermarkt abgeschlossen werden. Spätestens am 21. August soll der Straßenraum in der Aulberstraße zwischen Mauerstraße und Weibermarkt fertig sein.

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