Narren feiern in der Halle kostenfrei

Weil keine Gewinnerzielungs-Absicht vorliegt, dürfen Narren die Lichtensteinhalle kostenfrei nutzen. Das entschied der Verwaltungsausschuss einstimmig.

|

Dass die Narren beim Rathaussturm am Schmotziga Doschdig nun besonders pfleglich mit dem zu "entmachtenden" Bürgermeister umgehen werden, erscheint nach der Entscheidung des Verwaltungsausschusses des Gemeinderats durchaus möglich. Sind er und die Räte den vier Vereinigungen nun doch entgegen gekommen.

Das Gremium entschied am vergangenen Donnerstag - bei großer Präsenz der Narrenvereine und Gruppen - einstimmig, dass der alljährliche Brauchtumsabend der Narrengruppen als "gebührenfreie Veranstaltung" durchgeht. Sprich: Es ist kein Entgelt für die Nutzung der Lichtensteinhalle zu entrichten.

In einem Anschreiben an die Gemeinde verwiesen Krautscheißer, Burgstoihexa, die Gruppe Wurzelsepp und die Schloßwölfe darauf, dass sie bei den Brauchtumsabenden in der fünften Jahreszeit nicht nur keinen Eintritt verlangten, sondern, mehr noch, von den Einnahmen aus dem Getränkeverkauf mildtätige Organisationen unterstützten. So zuletzt mit 200 Euro den Ambulanten Hospizdienst Reutlingen.

Außerdem ließen die in Lichtenstein organisierten Narren in ihrem Schreiben wissen, dass sie stets die Reinigung von Halle und Küche "mit äußerster Sorgfalt erledigt" hätten. Wie Hauptamtsleiter Steffen Sautter auf Nachfrage erläuterte, bestehe in der Tat auch kein Grund zur Annahme, dass die Narrenvereine wie ein Wirtschaftsuntenehmen agierten, "demnach auch keine Gewinnerzielungs-Absicht vorliegt". Der Meinung waren dann auch alle Mitglieder des Verwaltungsausschusses, der für solche Fragen zuständig ist.

Ob sich die Fasnets-Aktivisten von Beginn an ihrer Sache sicher waren? Um am Donnerstag vergangener Woche jedenfalls Präsenz zeigen zu können, um ein wenig Druck zu machen, baten sie in ihrem Anschreiben ausdrücklich, dass das Gremium ihren Anliegen "in öffentlicher Sitzung" erörtern solle.

So war's dann auch. Und mit Blick auf andere Vereine stellte der Hauptamtsleiter fest: "Wir überlegen uns sehr wohl, ob die derzeit gültige Satzung zur Gebührenordnung nicht insgesamt Änderungsbedarf hat". Die letze Fassung über die Nutzung der Lichtensteinhalle und der Ernst-Braun-Halle ist bereits 14 Jahre alt.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Nach Großbrand auf Gestüt: Experten suchen Brandursache

Bei einem Großbrand in der Nacht zum Mittwoch ist auf dem Gestütshof St. Johann ein denkmalgeschütztes Wirtschaftsgebäude abgebrannt. Experten suchen nun nach der Ursache. weiter lesen