Nachwirkungen des Hagelsturms

Ein langer kalter Winter, viel Regen und das Hagelunwetter haben den Wald stark getroffen. Die finanziellen Auswirkungen dessen sind deutlich spürbar.

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"Das Laub lag hoch auf den Wegen und ganze Äste waren abgeschlagen", beschrieb Georg Kemmner vom Kreisforstamt den Hageleinschlag. Durch die Aufräumarbeiten und den niedrigeren Einschlag wurden im Gemeindewald rund 30 000 Euro weniger eingenommen als ursprünglich geplant, so dass das Forstwirtschaftsjahr 2013 - trotz stabilen Holzmarkts - im Verwaltungshaushalt voraussichtlich mit einem Minus von 15 000 Euro abschließen wird.

Was die Waldbesucher aber nicht sofort sehen, seien die Schäden am Stamm. Man könne nur abwarten, ob sich Rindenplatzungen entwickeln, die den Baum dann anfällig für Pilzbefall machen. Durch das abgeschlagene Feinreisig und die Grobäste in den Baumkronen fehle ein großes Potenzial, das sich auf den Zuwachs auswirke. Das sei allerdings bei der Planung für nächstes Jahr berücksichtigt, so Kemmner.

Ein altbekanntes zusätzliches Problem ist das Eschensterben. Man könne nur abwarten, dass sich vitale Bäume durchsetzen, prognostizierte Kemmner. Günter Neuhäuser (FWV)erkundigte sich außerdem nach Maßnahmen gegen den Alpenbockkäfer. Für diesen bleibe bewusst Altholz liegen, beantwortete der Gemeinderat und Förster Herbert Hanner (FWV) die Frage.

Ob Holzdiebstahl auch eine Rolle spiele, hakte Annegret Romer (GAL) nach. Es gebe keine größeren Diebstähle zu vermelden, wusste Kemmner zu berichten.

Für das Forstwirtschaftsjahr 2014 kündigte Kemmner an, dass der Einschlag mit 4200 Festmetern - 2013 waren es 4600 Festmeter - geringer ausfallen werde. "Der Wald gibt nachhaltig nicht mehr her", stellte er fest. Bei einer stabilen Brennholznachfrage belaufen sich die erwarteten Einnahmen auf 190 800 Euro - Pachteinnahmen aus dem Steinbruch und der Jagd mit eingeschlossen -, denen haushaltswirksame Ausgaben inklusive der Personalausgaben in der Höhe von 284 100 Euro entgegenstehen. Somit rechnet Kemmner damit, 2014 mit einem Plus von 6 700 Euro abzuschließen.

Der Gemeinderat stimmte dem Vollzug des Forstwirtschaftsjahres 2013 und dem neuen Betriebsplan für 2014 einstimmig zu.

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