Nachttanzdemo: "Polizei schuldig an Provokation"

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Die Veranstalter der Nachttanzdemo am Samstag (wir berichteten) werten die Veranstaltung als "großen Erfolg". In einer Pressemitteilung kritisieren sie jedoch den Einsatz der Polizei.

Die Demonstration sei von Anfang an und immer wieder von Einsatzkräften der Polizei abgefilmt und von den Seiten mit Hieb- und Stichwaffen sowie biochemischen Lösungen bedrängt worden. Dabei seien ohne erkennbaren Grund Kameras von Einsatzkräften der Polizei auf Einhand-Stativen von mehreren Seiten auf den Demonstrationszug gerichtet worden. "Diesen Eingriff in die informationelle Selbstbestimmung beantworteten wir insofern, dass wir - solange die Kameras liefen - nicht mehr weitergelaufen sind."

Die angebliche Notwendigkeit der Dokumentation einzelner "Straftäter", heißt es weiter, könne kein Vorwand sein, gesamtgesellschaftliche Grundrechte auszuhebeln. Ein Verstoß gegen das Verbot des Mitführens von Alkohol oder das Abbrennen eines Rauchböllers einzelner Teilnehmer rechtfertigten nicht das Übergehen der informationellen Selbstbestimmung der gesamten Demonstration. Die "Provokation" durch die Polizei, so die Veranstalter, "führte letztlich zu einer sehr aufgeheizten Stimmung und damit verbundenen polizeifeindlichen Sprechchören, die aber einzig und allein die Polizei zu verantworten hat".

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