NACHGEHAKT: Kein Anstieg beim Tankbetrug

Die steigenden Preise für Benzin und Diesel, die man an den Tankstellen bezahlen muss, scheinen dazu zu führen, dass immer mehr Autofahrer einfach ihren Tank füllen, losbrausen und den Pächter auf der Rechnung sitzen lassen.

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Die steigenden Preise für Benzin und Diesel, die man an den Tankstellen bezahlen muss, scheinen dazu zu führen, dass immer mehr Autofahrer einfach ihren Tank füllen, losbrausen und den Pächter auf der Rechnung sitzen lassen. Vor allem im Norden der Republik habe dieses Phänomen stark zugenommen, wenn man der Berichterstatung folgt.

Doch wie sieht es hier vor Ort aus? Wir haben bei Wolfram Ebert, dem Pressesprecher der Polizeidirektion Reutlingen, nachgefragt. Die Polizei hat laut Ebert in den ersten sechs Monaten 2012 insgesamt 40 Fälle des Tankbetrugs im Kreis Reutlingen gezählt, das sind 15 Fälle weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Für das gesamte Jahr 2011 wurden bei der Polizei 97 Vergehen des Tankbetrugs angezeigt. Die Ursache für diese rückläufige Entwicklung sieht der Polizeisprecher in einer verbesserten Technik: "Das Risiko ist groß, dass man an den Tankstellen erwischt wird, sagt Ebert". Schließlich verfügten die meisten Einrichtungen inzwischen über Videokameras. So konnte die Polizei bislang 24 der im ersten Halbjahr begangenen 40 Delikte aufklären - das entspricht einer Quote von 60 Prozent. 2011 wurden die Täter in 65 von 97 Tankstellenbetrugsfällen ermittelt - eine Aufklärungsquote von 67 Prozent.

Im Gegensatz dazu hat der Diebstahl von Treibstoffen aus Lastwagen oder Baumaschinen im Kreis zugenommen. Beim einfachen Diebstahl, hier muss nur der offene Tankdeckel abgeschraubt werden, gab es im Vergleich der ersten sechs Monate 2011 zu 2012 einen leichten Anstieg von vier auf fünf Vergehen des einfachen Diebstahls.

Wesentlich stärker haben die Delikte des besonders schweren Diebstahl zugelegt, bei denen der Tank aufgebrochen worden ist. Ihre Zahl sei von elf Delikten im ersten Halbjahr 2011 auf 18 Straftaten in den sechs Monaten 2012 gestiegen. "Eine deutliche Steigerung" , konstatiert Ebert. Die Diebstähle verteilen sich übrigens auf das gesamte Kreisgebiet - von St. Johann über Bad Urach, Metzingen über Pfullingen bis ins Reutlinger Industriegebiet Mark West.

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