Nach wie vor große Armut in Raseiniai

Im Rahmen der Partnerschaft zwischen dem DRK-Kreisverband und dem litauischen Roten Kreuz in Raseiniai konnte jetzt, mitten im litauischen Winter, ein weiterer Hilfstransport organisiert werden.

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Einmal mehr wurden durch die bestehende Partnerschaft zwischen dem Roten Kreuz hier und dort zahlreiche Hilfsgüter in die nach wie vor von großer Armut geprägte litauische Stadt Raseiniai gebracht, heißt es in einer Mitteilung des DRK-Kreisverbands Reutlingen. Insgesamt konnten 28 Pflegebetten, Matratzen, Nachttische, aber auch viele Kleider, Schuhe und Kindergartenmöbel sowie Polstermöbel in die litauische Stadt Raseiniai transportiert werden.

Diese wertvolle Fracht kam am 26. Januar in Raseiniai an und wurde unter Begleitung einer Reutlinger DRK-Delegation abgeladen und an Bedürftige verteilt. Seitens des Deutschen Roten Kreuzes waren der Vorsitzende des Reutlinger Ortsvereins, Paul Mohl, Hülbens langjähriger Bereitschaftsleiter, Rudi Scheu, sowie der Römersteiner Rotkreuzmann Hans Rapp - er ist, wie auch Paul Mohl, seit über 50 Jahren aktiv im Roten Kreuz tätig - vor Ort, um die Verteilung zu koordinieren und den Kontakt zu den litauischen Rotkreuz-Vertreterinnen und Vertretern zu pflegen.

Die Delegation ist inzwischen wohlbehalten wieder im Landkreis Reutlingen angekommen. "Wir sind sehr froh darüber, dass wir diese in Litauen so dringlich benötigten Hilfsgüter erhalten durften", betonte DRK-Kreisgeschäftsführer Michael Tiefensee, der sich namens des Kreisverbandes bei allen Spendern, darunter auch die Bruderhaus-Diakonie und die Stadt Bad Urach, bedanken möchte. "Unsere zahlreichen ehrenamtlichen Helfer haben den Transport, der insgesamt siebente seit 2010, bestens vorbereitet", führte Tiefensee weiter aus, der vor nahezu fünf Jahren gemeinsam mit dem damaligen Kreisvorsitzenden, dem CDU-Landtagsabgeordneten Dieter Hillebrand, die Partnerschaft im Rathaus in Raseiniai begründete. Ein Teil der Betten samt Zubehör kam dem Alten- und Pflegeheim in Raseiniai zugute. Ein anderer Teil wurde direkt Familien, die zu Hause einen Pflegebedürftigen haben, zugeleitet. Ebenfalls verteilt wurden Kleider und Schuhe für die arme Bevölkerung.

Gemeinsam mit DRK-Präsident und FDP-Landtagsabgeordneten Andreas Glück möchte Tiefensee deshalb weiter dafür werben, "geeignete Hilfsgüter, aber auch Pflegehilfsmittel, Kleider, Schuhe und Haushaltsartikel zu sammeln, damit die Ärmsten vor Ort in der Region Raseiniai mit den notwendigsten Dingen ausgestattet werden".

Der DRK-Kreisverband Reutlingen versteht diese Unterstützung als Teil der Auslandshilfe, die eine satzungsgemäße Aufgabe des Deutschen Roten Kreuzes ist. "Das kostet kaum Geld, hilft aber direkt vor Ort ganz konkret und unmittelbar", erklärte Tiefensee.

Auch deshalb freut sich das Rote Kreuz über Unterstützung von Sozialorganisationen, Firmen, Gemeinden und Krankenhäusern und darüber, dass "zahlreiche Ehrenamtliche hier und in Raseiniai Hand in Hand mit großem persönlichen Einsatz helfen".

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