Modeschule: Eigenes Design im Autohaus

Sie haben viel gelernt und viel gearbeitet. Nach drei Jahren an der Modeschule Metzingen präsentierten 20 Absolventen am Donnerstagabend nun ihre Abschlussarbeiten im Audi-Zentrum Reutlingen.

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Oft genug zählt nur ein Augenblick. Doch den nutzten die 20 Absolventen der Modeschule Metzingen am Donnerstagabend. Denn nicht nur, dass die Abschlusspräsentation mit "Der Augenblick" überschrieben war. Sie setzten dem Moment mit ihren Arbeiten auch das i-Tüpfelchen auf und belohnten sich damit selbst für die vergangenen Jahre voller Mühen und Arbeit.

Das Audi-Zentrum hatte sich am Donnerstagabend deshalb vom Autohaus in einen Modetempel verwandelt. Ein langer weißer Teppich war ausgerollt und die Gäste warteten mit Spannung auf den Beginn der Präsentation. Doch während da noch geplauscht und gelacht wurde, ging es hinter den Kulissen hoch her. Die letzten Nadelstiche wurden gesetzt, damit die Outfits perfekt saßen, und die angehenden Friseurinnen der Gewerblichen Schule Tübingen sorgten mit dem einen oder anderen Haarspray-Nebel dafür, dass den Models keine Locke ungewollt ins Gesicht fiel.

Wie viel Mühe die Vorbereitung auf die Abschlusspräsentation machte, fassten hingegen die beiden Moderatorinnen des Abends, Lisa Diez und Hanna Lorenz Vieira, zusammen. "In den letzten drei Jahren haben die Schüler dafür viel investiert." Die jetzigen Kollektionen würden allerdings das erlernte Wissen aus verschiedenen Fachgebieten, wie den Umgang mit Materialien, die zeichnerische Umsetzung von Ideen oder die Schnittentwicklung bis hin zum fertig genähten Bekleidungsstück zeigen.

Trotzdem war es nicht nur das Erlernte, das präsentiert wurde. Roland Kiesel, Leiter der Gewerblichen Schule Metzingen, erinnerte darüber hinaus an die kleinen unvorhersehbaren Dinge, wie beispielsweise den Ausfall eines Models durch Krankheit, die manche Absolventen des dreijährigen Berufskollegs kurz zuvor in die Bredouille gebracht hätten. Dennoch war von all dem Stress während der Modenschau nichts zu spüren. Obwohl einigen Jungdesignern die Anspannung anzusehen war, während ihre Outfits den rund 400 Besuchern präsentiert wurden.

Während einige Ideen fast ein wenig klassisch daherkamen, war trotzdem allen Kollektionen das Spiel mit Stoffen, Schnitten und Farben anzumerken. Orientalische Elemente flossen genauso ein wie teils streng symmetrische Formen, die wiederum durch pfiffige Applikationen aufgelockert wurden. Am Ende wurden die besten Outfits durch eine Jury aus Modedesignern und -experten ausgezeichnet. Den ersten Platz des Designerpreises "Der goldene Augenblick" belegte Marjan Bogovic mit seinem Thema "Outbreak", auf den zweiten Platz kam Daniela Cieplik mit "Nalas Welt", den dritten Rang belegte Ronja Hornig mit "Geborgenheit".

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